Autor-Archive: gsohn

Von der Kunst des Herumprobierens in staatspolitischer Verantwortung – Popper und die agile Methode

Wenn man sich das Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche anschaut, fragt man sich, ob hier der Geist des Grundgesetzes von einigen Volksvertretern noch ernstgenommen wird. Schließlich konstruierten die Mütter und Väter ein Regelwerk mit robusten Kontrollmechanismen, um Machtmissbrauch zu verhindern. Es geht um die berühmten dicken Bretter des Soziologen Max Weber, die gebohrt werden müssen im Regierungshandeln. Der Wissenschaftstheoretiker und Philosoph Karl

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#WortzumSonntag im #Tagesspiegel – Zur Digitalpolitik der Bundesregierung

Kann sich noch irgendeiner an den zweiten IT-Gipfel der Bundesregierung in Hannover vor zehn Jahren erinnern? Damals ernannte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den Beauftragten der Bundesregierung für Informationstechnik – den Bundes-CIO. Er sitzt als Staatssekretär im Bundesinnenministerium und soll die Professionalisierung der Informations- und Kommunikationstechnologie in der Bundesverwaltung vorantreiben. Der Chief Information Officer leitet die Steuerungsgruppe des Bundes, in der

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Über das dringend benötigte Wissen der Computerveteranen #CIOKuratorLive Gespräch um 13 Uhr

Selbst in der Branche für Informationstechnik, die als Jugenddomäne gilt, sind ältere Mitarbeiter unverzichtbar. Ein junger Mitarbeiter scheitert beispielsweise daran, einen Großrechner zu programmieren oder Migrationsprojekte zum Erfolg zu bringen. Es fehlen schlichtweg Kenntnisse über Programmiersprachen wie Assembler und Cobol. So kommt es vor, dass ein junger Programmierer trotz seiner Internet- und Java-Kenntnisse passen muss. Die Großrechner-Technologie, obwohl hundertmal tot

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Führungskräften fehlt Wissen für Digitalstrategien

Michael Kroker berichtet über eine interessante Umfrage von Germantech Digital: Obwohl fast sechs von zehn Managern sagen, dass die digitale Transformation ihre Gewinne steigert (56 Prozent), geht nur jeder fünfte CEOs soweit, “digital” als Unternehmenskern zu etablieren (22 Prozent). „Die Konzerne sind pessimistisch-realistisch in ihrer Einschätzung der eigenen Möglichkeiten: Nur 15 Prozent sagen, dass sie überhaupt das Wissen haben, eine

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#RedDotAward für Data Science-Projekt – #CIOKuratorLive mit @mfriess

Spannendes Gespräch mit Michael Friess über den Gewinn des Red Dot Awards in der Kategorie Interface & User Design für das Projekt „Data Science Experience“. Hier der Link für die freie Version zum Ausprobieren. Man hört, sieht und streamt sich übrigens am 16. November auf dem Watson Summit in Luzern. Da ist das CIO-Kuratorium wieder am Start.

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„Innovations-Evangelisten“ in den Bundesministerien statt Digitalministerium? Bürokratie wird das lahmlegen

Ansgar Baums von HP äußert sich in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel gegen die Einrichtung eines Digitalministeriums. „Die neue Regierung muss vielmehr dafür sorgen, dass die Verantwortlichen besser zusammenarbeiten.“ Zustimmen kann ich ihm noch in seiner kritischen Würdigung des CDU-Vorschlags: Das Merkelsche Bundeskanzleramt sei keine Basta-Kommandobrücke wie unter Schröder/Hombach. „Schwer vorstellbar, dass ein Staatsminister – ohne personelle Hausmacht und Budget

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Beraterquatsch auf Selfie-Niveau geht am Mittelstand vorbei – #CIODebatte vor dem #Tatort

Für den Mittelstandsexperten Marco Petracca wird die Kommunikation über die digitale Transformation in Deutschland immer deprimierender. „Die Rhetorik auf den Bühnen und in den Wirtschaftsmedien ist kriegerisch. Etwa in der Wirtschaftswoche mit der Headline ‚Die Einschläge rücken näher’. Das tut der Sache nicht gut und führt in die Irre. So desolat ist der Status quo überhaupt nicht.“ Die Rückständigkeit sieht

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Culture eats the candidate for breakfast oder einfach #FAMP

Ute Schulze hat auf Facebook einen bemerkenswerten Artikel kommentiert mit „herrlich, herrlich, herrlich“. Zu recht. Es geht um die Rekrutierungspolitik und den teilweise künstlich produzierten Fachkräftemängel, der von „Karriereletter“ beleuchtet wird. Es geht um einen „geheimen“ Fachkräfteabwehrmaßnahmenplan (FAMP): „Wer bislang dachte, das Bewerbungsverfahren sei dazu da, die richtige Bewerberin zu finden, der täuscht sich. Vielmehr sollen Ausdauer und Leidensfähigkeit der

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Mehr Mut zum Try-and-Fail-Prinzip – CIO-Wünsche

Welche Berichte sollte das CIO-Kuratorium verstärkt aufgreifen? Das fragte ich Dr. Andreas Rebetzky, CIO von Sto, zum Schluss des Interviews. Generell findet er ist toll, wenn Unternehmen ausdrücken, was sie machen. „Ich würde mir wünschen, dass Unternehmen sich auch über das äußern, was nicht gut lief. Jeder erzählt gerne über seine Erfolge. Wir können aber aus Fehlern viel mehr lernen.

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Meta-Daten für die Matching-Ökonomie

Was passiert, wenn der Preis nur noch eine Nebenrolle spielt? Viktor Mayer-Schönberger und Thomas Ramge erläutern das in ihrem Buch „Das Digital – Markt, Wertschöpfung und Gerechtigkeit im Datenkapitalismus“ am Beispiel des Erfolgs der Firma BlaBlaCar. Bei dieser Plattform spielt nicht der Preis die Hauptrolle, sondern vielfältige Daten. Mitfahrer können die Angebote danach durchsuchen, wie gesprächig der Fahrer ist –

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CIO darf sich nicht nur als Herr von Daten und Systemen verstehen

Digitalisierung ist mehr als IT und der CIO darf sich nicht nur als Herr von Daten und Systemen verstehen. Das ist der Tenor meiner Interviews in der Debattenreihe zum CIO von morgen. Oder anders ausgedrückt: „Aufgrund der Schnelllebigkeit mit Informationstechnologie muss der CIO in der Lage sein, sich abzeichnende Trends genauso wie Technologien, die keine Zukunft mehr haben, einstufen und

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