Der Kampf um den digitalen Einfluss im Unternehmen geht weiter – Live-Gespräch mit Harvey Nash-Analyst Mark Hayes um 13 Uhr

These von Mark Hayes:

“Der Kampf um den digitalen Einfluss im Unternehmen geht weiter. Obwohl die Firmen, die einen CDO haben, besser in der Lage sind, digitale Strategien erfolgreich umzusetzen, ist der CIO allerdings immer noch der treibende Faktor.”

Wir diskutieren das mit Mark vor dem Hintergrund der neuen CIO-Umfrage von Harvey Nash und KPMG:

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Meine Fragen:

Spannungsverhältnis CIO – CDO?

Drei von vier Befragten geben zu Protokoll, die Digitalstrategie des eigenen Unternehmens sei bestenfalls „mäßig effektiv”. Keine so tolle Bilanz. Vergleich zu anderen Ländern.

Zwei von drei CIOs (65,1 Prozent) sind der Ansicht, dass ihrer Rolle zunehmend strategische Bedeutung beikommt. Beispiele.

Gibt es starke Fluktuationen bei CIOs? Gibt es einen Generationswechsel?

Was zeichnet die neuen CIOs aus?

One comment

  • Harald Schirmer hat sich in einem interessanten LinkedIn-Beitrag ausführlich mit der Sinnhaftigkeit der Position des Chief Digital Officer (CDO) auseinander gesetzt. Häufig ist es doch nur eine Alibi-Funktion für Unternehmen, die sich nicht wirklich mit der Transformation ihrer Organisation auseinandersetzen wollen.

    Problematisch sei die Zuweisung, weil damit erst einmal alle anderen im Vorstand “aus dem Schneider” sind, schließlich soll der CDO jetzt alles richten. Alteingesessene Protagonisten, die sich bislang mehr oder weniger um dieses Thema gekümmert haben, ziehen sich zurück oder gehen gar in die “Opposition”.

    “Ressourcen und Aufmerksamkeit wird wieder auf die eigenen Themen gelenkt. Wir können das bei den vielen Funktionen, die wir schon haben, sehr genau beobachten. Da gibt es jemanden für Kommunikation, für Controlling, für IT, HR… allen gemeinsam ist natürlich der stetige Kampf um Ressourcen, Bestätigung und Daseinsberechtigung und nicht zuletzt Abgrenzung: ‘meins – deins’.”
    Abgrenzung sei für die Digitale Transformation absolut tödlich:

    “Auch ist oft zu beobachten, dass ein CDO nicht mit einem globalen Team in Amt und Würden oder ‘reich mit Budget ausgestattet’ kommt, sondern (wenn das überhaupt vorgesehen ist) erst über die Zeit ein Team aufbauen kann/darf, und recht schnell Rechenschaft über Investitionen (ganz nach systemischen ROI, KPI Vorgaben) ablegen muss. ‘Machen Sie doch erst einmal ein Konzept und dann reden wir über Ihr Team’.”

    Was Harald Schirmer schreibt, deckt sich mit der Studie der Quadriga Hochschule Berlin: Die Forscher titulieren den CDO gar als “zahnlosen Tiger”. In jedem zweiten Unternehmen muss der CDO mit nur drei Mitarbeitern auskommen. Mehr als jeder Dritte CDO gibt in der Umfrage zu Protokoll, dass das Budget stagniert oder reduziert wird.

    Dennoch wird in Stellenprofilen der allwissende Digital-Gott gesucht.

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