Politischer Aktionismus zur Künstlichen Intelligenz: Man will den Trend nicht verpassen #StreamingKonferenz #CERN @drbieber @bpb_de

Jetzt plädiert auch FDP-Chef Christian Lindner für eine deutlich stärkere KI-Förderung in Europa: Als Beispiel nennt er im t3n-Podcast das CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, die 1953 von zwölf europäischen Staaten gegründet wurde.

„Vielleicht brauchen wir für KI so etwas jetzt auch: eine europäische Initiative in diesem Bereich mit hohen Fördergeldern.“

Der Politikwissenschaftler Christoph Bieber sieht mittlerweile eine Schieflage bei den öffentlichen Debatten um Künstliche Intelligenz (KI). Ethische Aspekte würden stark diskutiert, seien in der technischen Entwicklung allerdings nicht vordringlich. Viele Politiker wollten den Trend KI nicht verpassen. Wer zuständig sei und die Initiative ergreifen solle, sei allerdings noch nicht ganz klar, so Bieber im Interview der #StreamingKonferenz der Bundeszentrale für politische Bildung.

Hierzulande werde vernachlässigt, dass das Ganze nicht nur eine technische Dimension hat, sondern auch eine soziale. Deutschland brauche eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, aber auch eine entsprechende sozialpolitische Architektur. Dabei gehe es nicht nur darum, Forschungszentren und Entwicklungsstandorte zu unterstützen, sondern auch um Rahmenbedingungen und Normen.

Mittelfristig müsse man sich etwa Gedanken um eine verträgliche Interaktion zwischen Mensch und Maschine machen, so Bieber, seit 2011 Inhaber der Welker-Stiftungsprofessur Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft der NRW School of Governance, Universität Duisburg-Essen.

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