Mehr Glitzer! Diamanten und Blockchain

Blockchain ist längst nicht mehr nur für Bitcoin-Nerds, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen – und in den diversen Industriesparten sowieso. Wer es bis jetzt noch nicht geglaubt hat, der sieht es spätestens auf der Cebit. Wired ruft die Cebit sogar zur Blockchain-Messe aus, und feiert die Blockchain auch gleich selbst gebührend:

„Die Blockchain bietet durch ihr geniales Konzept die Möglichkeit, bekannte Geschäftsfelder effizient zu gestalten, Vertrauen zu schaffen oder auch gänzlich neue Industrien zu begründen: Vom Finanzsektor über die Mobilität bis hin zu Regierungs- und Geschäftsführung. Davon sind zumindest zahlreiche Start-ups als auch bekannte Industriegrößen überzeugt.“

Da sagt noch jemand, Blockchain besitzt keinen Glamour?

Die Blockchain könnte also zum Star der diesjährigen Cebit werden. Und wer ein echter Star ist, der braucht auch ein bisschen Glitzer. Deshalb haben wir uns für unser heutigen Blick auf aktuelle Blockchain-Projekte auch etwas besonders Funkelndes ausgesucht: Und zwar Blockchain und Diamanten. CIODive berichtet, dass die Schmuckbranche auf die Blockchain baut, und zwar um die Herkunft des Schmucks noch transparenter zu gestalten. Dazu arbeitet ein internationales Konsortium der Gold- und Diamanten-Industrie mit IBM zusammen in der  TrustChainTM Initiative, die auf der IBM Blockchain Plattform betrieben wird. Details dazu gibt es in einer IBM Mitteilung:

“TrustChain is initially tracking six styles of diamond and gold engagement rings on the blockchain network. As the program continues to develop, Trustchain™ jewelry is expected to be accessible to consumers in participating retail stores by the end of 2018.”

Die TrustChain Initiative vollzieht den Weg vom Rohdiamanten oder Goldklumpen bis zum fertigen Schmuckstück genau nach. Digitale Verifizierung gehört genauso dazu wie die Überwachung des Produkts und der Verarbeitung. Auch die Kontrolle von Dritt-Anbietern spielt eine Rolle. Ziel dieses Projekts ist, das Vertrauen in die Herkunft und die nachhaltige Verarbeitung von edlem Schmuck zu erhöhen.

Nachvollziehbare Lieferwege bei Diamanten und Gold

Dies dürfte bei vielen Schmuckliebhabern auf offene Ohren stoßen –  sind doch gerade Diamanten immer mehr in die Kritik geraten. Und das durchaus zu recht: Auch wenn die schlimmste Zeit der Blutdiamanten, deren Erlös für die Finanzierung kriegerischer Konflikte verwendet wird, wahrscheinlich glücklicherweise vorbei ist, gibt es noch viel Verbesserungsbedarf. Menschenrechtsorganisationen plädieren dafür, auch ein verstärktes Bewusstsein zu schaffen für Diamanten, die zwar in Friedenszeiten, aber trotzdem unter sehr schlechten Arbeitsbedingungen abgebaut werden. TrustChain kann vielleicht einen kleinen Teil dazu beitragen, dass nachhaltig gewonnene Diamanten einen noch größeren Marktvorteil erzielen, weil die Verbraucher jetzt genau nachvollziehen können, welches Vorleben ihr Schmuckstück hat.

IBM auf der CEBIT  

Welche Themen sonst noch so Glamour auf der CEBIT verbreiten, und was Meinungsführer und CIOs zu sagen haben, erfahren Sie im IBM CEBIT Livestudio. Und zwar entweder live vor Ort, oder für alle Daheimgebliebenen auf der  Livestudio-Seite.

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