IDG-Studie: Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

Eine aktuelle Prognose von Gartner schätzt den globalen Geschäftswert von Künstlicher Intelligenz (KI) für 2018 auf insgesamt 1,2 Billionen US-Dollar, insgesamt bedeutet dies einen Anstieg von 70 Prozent gegenüber 2017. Aufgrund von Fortschritten bei der Rechenleistung, dem Volumen, der Geschwindigkeit und der Vielfalt der Daten sowie Fortschritten bei tiefen neuronalen Netzen verspricht KI die disruptivste aller Technologien der kommenden zehn Jahre zu werden. Unternehmen in China und den USA investieren deshalb derzeit immer mehr in Künstliche Intelligenz. Natürlich ziehen da auch die deutschen Unternehmen nach, denn die Technologien versprechen Vorteile in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen.  Aber besitzen KI und Machine Learning (ML) tatsächlich ein so großes disruptives Potenzial oder ist es nur ein weiterer technologischer Hype? Wie die Computerwoche berichtet, hat IDG Research zu diesem Thema 345 Unternehmen in Deutschland befragt. Das Ergebnis: 52 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass KI und ML unsere Wirtschaft revolutionieren werden, während allerdings immerhin ein Drittel in den Technologien nur einen vorübergehenden Hype ohne Zukunft sehen.

KI und ML: Topthemen für Unternehmen

Welche Priorität besitzen KI und ML für deutsche Unternehmen? Ein Viertel der von IDG befragten Unternehmen gab an, dass sie sich im kommenden Jahr intensiver mit den Technologien auseinandersetzten möchten. Auf der Prioritätenliste für IT-Themen rücken KI und ML damit auf Rang vier – noch vor dem Internet of Things/Industrie 4.0 und der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Auf den oberen Plätzen rangieren Cloud Computing, Security und IT-Service Management. KI besitzt vor allem für Geschäftsführer und CIOs (29 Prozent) hohe Relevanz. Die Fachabteilungen stehen der Technologie allerdings noch skeptisch gegenüber: Lediglich 21 Prozent sehen darin eine Schlüsselrolle für ihr Unternehmen.

Einsatzfelder von KI

KI und ML kommen für deutsche IT-Führungskräfte vor allem in Assistenzsystemen, Planungs-Tools und in der Spracherkennung zum Einsatz. Die Systeme dienen ihnen dabei in erster Linie zur Optimierung interner Abläufe. Hierin sind sich Fachbereiche (43 Prozent) und IT-Abteilung (44 Prozent) einig. Neben der Verbesserung interner Abläufe zählen die Verbesserung der Kundenbeziehungen, die Optimierung der Fertigung und die Entwicklung neuer datengetriebener Geschäftsabläufe zu den Topzielen deutscher Unternehmen. Damit stellt die Untersuchung von IDG klar heraus, dass für deutsche Unternehmen die Optimierung des Bestehenden höhere Priorität besitzt als die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle: Lediglich 24 Prozent der Befragten sehen in der Technologie das Potenzial neue digitale Geschäftsangebote zu bieten.

Ein großes Hemmnis bei der Implementierung neuer Technologien wie KI und ML stellt allerdings für viele der Befragten das Fehlen geeigneter Fachkräfte dar. Lediglich 24 Prozent der befragten deutschen Unternehmen haben bisher geeignete Fachkräfte angestellt. Holger Schmidt hebt außerdem hervor, dass im Bereich der Digitalen Jobs KI den größten Zuwachs erfährt. Hierzu wertete er mit Hilfe der Index-Gruppe vierteljährlich alle Stellenanzeigen in Deutschland nach Digital-Jobs aus. Das Ergebnis: KI erfuhr im vierten Quartal 2017 gegenüber dem gleichen Vergleichszeitraum 2016 ein Wachstum von 90,8 Prozent. Die IT-Abteilung (49,3 Prozent) profitiert am meisten vom Einsatz von KI und ML: Zu den Einsatzgebieten zählen hier vor allem effektivere Diagnosesysteme sowie eine bessere Spam-Erkennung. Mit größerem Abstand folgen Marketing, Vertrieb und Customer Experience (30,7 Prozent).

Sie möchten mehr zum Thema Verbesserung der Geschäftsabläufe durch Künstliche Intelligenz erfahren? Dann empfehle ich Ihnen einen Besuch auf der CEBIT. IBM zeigt dort Kundenprojekte, die den Zusatznutzen von KI Technologie zum Anfassen greifbar machen.

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