Call for Code: Wie Entwickler bei Naturkatastrophen helfen können

Vulkanausbruch auf Hawaii, Erdbeben in Italien oder Überschwemmung in Indien – Naturkatastrophen sind immer noch ein großes Problem der Menschheit. Ausgearbeitete Notfallpläne und eine gute Infrastruktur können oft größere Opferzahlen verhindern, wie man momentan in Hawaii sieht. Aber viele Länder haben diese Ressourcen schlicht und einfach nicht. Trotzdem oder gerade deshalb können sie von moderner Technologie im Katastrophenfall profitieren:

Gestern wurde von IBM und mehreren Partnern die weltweite „Call for Code“ Initiative vorgestellt. Mit dabei sind unter anderem die Vereinten Nationen und das amerikanische Rote Kreuz. Die Initiative bringt Entwickler aus Startups, Hochschulen und Unternehmen zusammen, um den Umgang mit Naturkatastrophen zu erleichtern. Eingesetzt werden dabei die neueste Daten-Technologie, außerdem KI, Blockchain, Cloud und IoT.

Laurent Sauveur, Leiter Außenbeziehungen des Menschenrechtsbüros der Vereinten Nationen, äußert sich dazu in einer IBM-Mitteilung:

 “Technologie kann ein mächtiger Hebel sein, um Menschenrechte zu fördern und gerechtere Gesellschaften aufzubauen. Call for Code ist eine hervorragende Gelegenheit, um zu untersuchen, wie Technologie eine Rolle bei der Deckung der Bedürfnisse gefährdeter Bevölkerungsgruppen spielen kann.”

Apps für Naturkatastrophen

Und so funktioniert Call of Code: Mit neuen Anwendungen unterstützen Entwickler Betroffene dabei, sich besser auf Naturkatastrophen vorzubereiten. Entwickler könnten beispielsweise eine App erstellen, die auf Wetter- und Lieferketten-Daten basiert, damit Apotheken schneller benötige Medikamente bestellen können. Eine andere Möglichkeit ist etwa eine App, die Voraussagen zum Verlauf einer Katastrophe treffen kann, um die Hilfskräfte zu unterstützen.

Eweek erläutert weitere Details:

“IBM’s investment over five years will fund access to developer tools, technologies, free code and training with experts. The winning app-building team will receive a financial prize, yet, perhaps more rewarding, they will have access to long-term support to help move their idea from prototype to real-world application. This includes ongoing developer support through IBM’s partnership with the Linux Foundation.”

Call for Code auf der CEBIT

Vor dem IBM Pavillions (Pavillons 34 und 35, Freigelände) auf der Cebit geht es im IBM Cebit Livestudio zur Sache und disruptive Technologien werden aus vielen Blickwinkeln beleuchtet. Unter anderem ist auch Call for Code Thema: Dazu findet ein Gepräch mit Dirk Heitmann, Chief Digital Officer DACH IBM, und Andrea Overthun, Innovation Center Manager IBM, statt.

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