Wer bietet das vernetzte Haus schlüsselfertig als Service an?

Vor einigen Jahren fragte ich den Geschäftsführer eines großen Konzerns der Telekommunikation, ob man über die vorhandene dezentrale Vertriebsstruktur in das Smart Home-Geschäft einsteigen wolle. Also die Vernetzung schlüsselfertig und herstellerunabhängig anzubieten – als Dienstleistung. Dann müsste man nicht selbst sich mühselig unterschiedliche Systeme zusammen basteln. Antwort des Geschäftsführers: Da fehle der Bedarf.

Und nun lese ich folgende Meldung:

Amazon verkauft komplett vernetzte Smart Homes: Die Sprachassistentin Alexa war der Anfang, dann folgten smarte Türschloss- und Sicherheitssysteme. Nun gehe Amazon den konsequenten nächsten Schritt und bietet Smart Homes im Ganzen an. Nach Aussagen von Amazon-Chef Jeff Bezos ist das Projekt eine Kooperation mit Lennar Ventures, einem der größten Bauunternehmen der USA. Erste vernetzte Modellhäuser sind in Atlanta, Dallas, Los Angeles, Miami, Orlando, San Francisco, Seattle und Washington DC. zu sehen. Alexa regelt nicht nur das Entertainment oder Online-Bestellungen, sondern auch Licht, Temperatur, Jalousien und eine Sprinkleranlage geregelt werden. Zudem verfügen die Häuser über smarte Türschlässer, Klingeln und natürlich Alexa-Geräte aus dem Hause Amazon.

Das entspricht nicht ganz meiner Wunschvorstellung nach einem herstellerunabhängigen Dienstleister für die Hausvernetzung. Aber es dokumentiert doch eindrucksvoll, in welche Richtung sich der Markt bewegen wird.

Und am 23. Mai wird das CIO-Kuratorium das intelligenteste Haus der Welt live vorstellen, bei dem selbst Jeff Bezos noch etwas dazulernen kann. “Es geht um das Internet der Dinge und das Haus der Zukunft. Wie wird man in den nächsten Jahren wohnen? Wir werden das morgen vorstellen”, so CIO-Kurator Stefan Pfeiffer in der #9vor9-Sendung.

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