Watson hat gut reden: IBM dominiert Conversational Computing

Conversational Computing

Siri, Alexa, Cortana und wie sie alle heißen waren nur der Anfang: Conversational Computing entwickelt sich momentan rasant, von Chat-Anwendungen bis hin zu sprachgesteuerten Programmen. Dabei nehmen neben den endnutzer-basierten Programmen von Apple oder Amazon intelligente Gesprächslösungen einen Großteil dieses Bereiches ein, welchen sich Unternehmen auf der ganzen Welt mehr und mehr zu Nutzen machen. Hierbei besteht die Herausforderung der Anbieter solcher Conversational Computing Programme darin, dass die Anpassbarkeit und Skalierbarkeit sehr flexibel sein muss, während eine breitgefächerte Implementierung für die verschiedenste Software gegeben sein sollte.

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“Forrester has named IBM the only leader in its Forrester New Wave: Conversational Computing Platforms, Q2, 2018”

Viele branchenbekannte Quellen nahmen diese Information ernst und beschäftigten sich mit den einzelnen Anbietern. Unter anderem zum Beispiel cmswire oder natürlich IBM selbst.

Watson stellt den Rest in den Schatten

Bei den vielen personifizierten Programmen, die meist Frauennamen tragen, stellt IBM Watson die momentane High-End-Lösung für Unternehmen dar. Eine kleine, nostalgische Randnotiz: Während “Siri” aus Gründen weltweiter Kompatibilität in Sachen Aussprache gewählt wurde, erhielt das Conversational Computing von IBM den Namen “Watson”, weil einer der ersten Präsidenten der Firma Thomas J. Watson hieß.

Und Watson (das Programm) wurde nun von Forrester als Marktführer in genau dieser Branche genannt. Amazon, Google, Microsoft und Nuance Communications seien zwar ernsthafte Konkurrenten, doch an die detaillierte Formbarkeit der Software ist kein Herankommen. Watson sei unglaublich flexibel einsetzbar und lässt dadurch keine Zweifel an der Marktführerschaft.

“IBM was cited for its developer-friendly tools and enterprise expertise requirements, which give developers access to the tools and technologies they need while providing industry and enterprise support for their businesses.”

So bestätigt zum Beispiel der US-Konzern Autodesk, Anführer in Sachen 3D-Konstruktionen, seine Kundenanfragen mit IBM Watson extrem gut und eben auch automatisiert beantworten zu können. Zumindest können durch die immer dazulernende künstliche Intelligenz die Anfragen so skaliert werden, dass die Supportkosten erheblich gesenkt werden konnten.

“If we can just understand what customers want, we can route more appropriately, collect more information and create a case so that when it gets to a human agent, they’re not having to do all that work”

Prägnanter als der Vice President of Operations von Autodesk, Gregg Spratto, hätte man den Sinn nicht ausdrücken können.

Conversational Computing

Die Flexibilität macht den Unterschied für Watson

Dabei unterscheidet sich die Qualität solcher Programme also nicht in der resultierenden Benutzeroberfläche, sondern in der zugrundeliegenden, programmierbaren Basis. IBM Watson bietet domänenspezifische Inhalte an, die den Kunden hochentwickelte, branchenspezifische Lösungen anbieten.

So entstanden aus dem ursprünglichen IBM Watson nun Varianten wie beispielsweise:

  • Watson Assistant for Automotive: Hilft der Automobilindustrie den Fahrer und die Passagiere besser zu verstehen und mit ihnen in Kommunikation zu treten
  • Watson Assistant for Hospitality: Bietet ein individuelles Erlebnis für jeden einzelnen Hotelgast

Dass die Konkurrenz etwas hinterher hängt überrascht mich. So steckt doch auch hinter Google, Microsoft und Amazon eine Menge Tatendrang zur Innovation (und natürlich Kapital). Es ist im Umkehrschluss aber auch sehr aussagekräftig darüber, dass IBM mit Watson im Bereich Conversational Computing viel richtig machen muss.

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