Multi-Cloud-Strategie soll einzelne Prozesse vernetzen

Multi-Cloud

In vielen der letzten Beiträge hier im CIO Kurator ging es um die Effektivität der Cloud, das darin versteckte Potential und die möglichen Implikationen in verschiedenen wirtschaftlichen Bereichen. Generell lässt sich feststellen, dass zwar mehr und mehr Unternehmen auf das Arbeiten in der Cloud vertrauen, doch die fehlende Einheitlichkeit der vielen verschiedenen Systeme macht ein übergreifendes Arbeiten zur Zeit noch unmöglich.

INHALT

Die Einzigartigkeit jeder Umgebung

This multi-cloud model enables companies to benefit from the unique characteristic of each environment but also presents a challenge: How do you tie them all together and ensure effective collaboration across an organization?

via How IBM is Bolstering its Mulit-Cloud Strategy

Für diese fehlende Harmonie der Systeme liegt eine einleuchtende Erklärung vor: Zwar sind Cloudsysteme “nur” informationspeichernde und -verarbeitende Datenwolken, doch die Oberfläche, die Art der Verarbeitung und auch die analysierenden Algorithmen müssen an die Arbeitsumgebung angepasst sein. So fängt es also bei der Technik an und erstreckt sich bis zu den verschiedensten Bedienoberflächen. Unternehmen, die die immensen Vorteile der Cloud erkennen, stellen deshalb meist mehrere dieser Systeme zur Verfügung: Sowohl eine örtlich bereitgestellte Cloud, eine Private Cloud als auch eine Public Cloud.

Doch wo ist in diesem Geflecht an hochkomplexen Systemen die Multi-Cloud einzuordnen? Einfach gesagt: überall! Wie der Name Multi-Cloud schon beschreibt ermöglicht diese Strategie, dass all die Informationen der einzelnen Cloudsysteme in einer großen Vernetzung gebündelt werden. Auf der IBM THINK-Konferenz in Las Vegas, die dieses Jahr zum ersten Mal stattfindet, stellt IBM die großen Vorteile der übergreifenden Vernetzung durch die Multi-Cloud vor:

  • Cloud-Migrationsfunktionen: Private Cloudsysteme können mit Hilfe verschiedener Migrationsfunktionen so optimiert werden, dass geschäftskritische Anwendungen in eine Cloud-native Umgebung eingepflegt werden können. Ein Application Transformation Advisor scannt traditionelle Anwendungen und bietet Einblicke und Anleitungen für deren Modernisierung in der Cloud.
  • Erweiterter Container-Support: Die IBM Cloud basiert auf Kubernetes, einem Open Source-System für Container Anwendungen. Darauf aufbauend bietet die IBM Private Cloud die Möglichkeit, dass mit Werkzeugen wie API Connect, UrbanCode und Netcool Anwendungen über mehrere Clouds und Systeme hinweg entwickelt, getestet und überwacht werden können. Dies ist ein Teil der Multi-Cloud, der zur Generalisierung beiträgt.
  • Cloud-Integrationstechnologien: Die neue Integrationsplattform benötigt nur einen einzigen Kontrollpunkt für ein ganzes Portfolio an Technologien. Darunter sind beispielsweise Messaging, API-Management, Anwendungsintegration, Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung oder auch sicheres Gateway. So kann die Multi-Cloud über verschiedene Clouds hinweg Daten vor Ort, privat oder öffentlich bereitstellen.
  • IBM Cloud Object Storage: Für einen noch schnelleren Datentransfer sorgt IBM durch eine integrierte Aspera-Hochgeschwindigkeits-Daten-Upload-Option. Große Datenmengen können dadurch in und aus der Cloud übertragen werden. Auf diesem Weg können Daten wesentlich schneller als durch die üblichen http/ftp-Übertragungen übermittelt werden.

IBM Cloud Private lässt Potential erkennen

IBM verzeichnet ein großes Interesse an den neu entwickelten Technologien. So ist die Multi-Cloud zwar noch in etwas weiterer Ferne, doch die IBM Cloud Private ist bereits von über 150 multinationalen Unternehmen übernommen worden. Sie wurde mit eine Architektur und Funktionalität entwickelt, die mit der öffentlichen IBM Cloud konsistent ist, und die zur Erstellung privater Clouds auf Systemen führender Hersteller wie Cisco, Dell EMC, Intel, Lenovo und NetApp sowie IBM Power Systems, IBM Z Mainframes und IBM Storage-Lösungen verwendet werden kann. Auch hier lässt sich also der Fokus auf eine möglichst einfache Integrität erkennen.

Und da soll es auch in Zukunft mit der Multi-Cloud hingehen: Integrität und Kompatibilität. Die einzelnen Cloudsysteme müssen mehr und mehr miteinander kommunizieren können. Von diesem Ansatz ist besonders die Finanzdienstleistungsbranche begeistert. So können durch die Cloud Private schon jetzt große Datenmengen in hoher Geschwindigkeit automatisiert, synchronisiert und ausgetauscht werden. Die Multi-Cloud-Strategie ist die perfekte Antwort auf diese Kundenwünsche und bildet die Basis für eine systemübergreifende Kompatibilität. Durch diese geschaffene Grundvoraussetzung wird der automatisierte Datentransfer bald ungeahnte Kräfte entwickeln.

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