Die Kunst der Workarounds und was der CIO daraus lernen kann

Der Hinweis auf Probleme für Eure Probleme am digitalen Arbeitsplatz liegt in den Workarounds, die Eure Mitarbeiter finden, um ihre Arbeit und Aufgaben zu erledigen. So schreibt Martin White auf CMSwire:

The Art of the Work-Around

All of us have been guilty of finding ways to work around a system that doesn’t mimic the way we work or provide a substantially better process. We never complain and we never tell anyone. The workaround works and we know the months business analysts and developers spent replicating a business process — we would hate to disillusion them about the outcome.

via The Clue to Your Digital Workplace Problems Lies in Your Employees’ Work-Arounds

Workarounds sind nichts Neues. Eine Studie aus dem Jahr 2013 von Eszter van der Schaft-Bartis zu diesem Thema veröffentlichte Aufzeichnungen, die über 30 Jahre zurückreichen und die Problematik Workarounds schon in den Achtzigern thematisieren. Was nun in der heutigen Welt (sehr) erschwerend hinzukommt ist die Volldigitalisierung der Arbeitsplätze, wodurch eine Vielzahl an verschiedenen Software-Programmen von den Mitarbeitern beherrscht werden muss.

Das neue Problem der Workarounds

Entsprechend steigt die Zeit, die mit dem Umgehen einer Software verschwendet wird, nahezu täglich. Vorausgesetzt man findet einen entsprechenden Workaround, was ebenfalls Zeit durch das Suchen einer passenden Umgehung verschlingt. Das Suchen nach Abhilfe ist den Mitarbeitern bei solch einer erdrückenden Vielzahl von Programmen nicht zu verdenken. Somit liegt das Problem nicht in der komplexen Software, sondern im fehlenden Beheben der Unklarheiten dieser durch die Führungsebene.

Was lernt man als CIO und IT Abteilung daraus? Schaue, wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit solchen Workaorunds und Behelfslösungen arbeiten. Wo setzen sie vielleicht Schatten-IT ein, um eine Aufgabe zu erledigen? Wo werden Tools “vergewaltigt”, um Arbeit erledigt zu bekommen? Dabei sollte es nicht darum gehen, etwas zu verbieten. Stattdessen sollten CIO und IT in ihrem neuen Rollenverständnis darüber nachdenken, wie sie helfen können, wie sie Enabler und nicht “Verbieter” werden.

(Stefan Pfeiffer)

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