Gartner: Wie sich CIOs auf die Zukunft der Arbeit vorbereiten können

Der Arbeitsplatz und die Arbeit werden sich in den kommenden Jahren grundlegend ändern. Zeit gerade auch für den CIO, sich besser darauf vorzubereiten, notwendige Technologien zu planen und die benötigten Fähigkeiten bei den Mitarbeitern der IT Abteilung vor zu halten, meinen die Analysten von Gartner. Helen Poitevin, Research Director bei Gartner, identifiziert drei Trends, die der Aufmerksamkeit des CIOs bedürfen.

Demzufolge wird künstliche Intelligenz den Arbeitsplatz erobern. Smarte Beacons und Sensoren und virtuelle persönliche Assistenten werden zum täglichen Partner. Gartner sagt voraus, dass sich bis 2022 einer von fünf Mitarbeitern, die meist Routinetätigkeiten erledigen, auf künstliche Intelligenz verlassen wird. Ein weiterer Trend geht hin zu dem, was Gartner die Gig Economy nennt. Immer mehr Personen werden als freie Mitarbeiter, als Freelancer, auf internen und externen Marktplätzen Beschäftigung suchen. Dabei werden – der dritte Trend – digitale Fähigkeiten immer wichtiger. Jedoch gibt es nur selten strukturierte Programme, die Personal und Führungskräfte darauf vorbereiten.

Helen Poitevin, Research Director bei Gartner, stellt fest:

“These trends are converging to change where, when, why and with whom we will work … All of these trends will hit the mainstream between 2022 and 2026. HR and IT must become allies to plan for this transformation in the workforce.”

via How CIOs Can Prepare for the Future of Work – Smarter With Gartner

Gartner empfiehlt den CIOs, die Evaluation und Einführung neuer Technologien zu beschleunigen und als IT mehr Zeit darauf zu verwenden, die Anwender bei der effektiven Nutzung besser zu unterstützen. Mehr Zeit soll auch in Lernprogramme und deren Ergebnisse verwendet werden. Gartner rät dazu, in Workforce Analytics und Planungstechnologie zu verwenden, um den kommenden Geschäftsanforderungen gerecht zu werden.

Schon im Dezember hatte Gartner Personalleiter auf kommende Veränderungen vorbereitet. Die gegenwärtigen geschäftlichen und technologischen Trends zeigten, dass sich die Art, wie Angestellte arbeiten – wer, wann, warum und mit wem – komplett ändern werde. Darauf müssen man sich vorbereiten.

Derzeit würden Teams noch hierarchisch nach Berichtslinien zusammengestellt. Teamarbeit sei mehr Zwang denn Notwendigkeit. Dies werde sich ändern, da immer mehr agile, selbstorganisierte Teams im wahrsten Sinne des Wortes zusammenarbeiten würden, um schnell agieren zu können und erfolgreich zu sein. Durch diese neue Philosophie – Gartner nennt es We working – werde das mittlere Management, das bisher vor allem Daten sammele und Reporting betreibe, Arbeit überwache und für die Einhaltung von Vorschriften sorge, überflüssig.

Die neue digitale Ökonomie erfordere neue Ideen, Informationen und Geschäftsmodelle. Dies erfordere neue Fähigkeiten von den Mitarbeitern: Kreativität, kritisches Denken und die ständige Bereitschaft, komplexe Probleme zu lösen. Die oben erwähnten Technologien wie künstliche Intelligenz würden dies befeuern. Die immer global werdende digitale Ökonomie baue auf Netzwerke und Ökosysteme auf, Arbeit verteile sich über Grenzen, Communities und Geschäftseinheiten hinweg. Der CIO und die IT Abteilung müsse Technologie und Information nutzen, um neue hybride Arbeitsplätze  — physikalisch und und virtuell — zu schaffen, die die Arbeitsweisen der Mitarbeiter in dieser Ökonomie unterstütze.

(Stefan Pfeiffer)

 

 

3 comments

Kommentare sind sehr willkommen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.