Praxis und Notwendigkeit im digitalen Zeitalter: Über Länder- und Standortgrenzen hinweg zusammenarbeiten

Und wieder ein Fundstück aus der Presse. Die FAZ hat über die heute gängige Notwendigkeit und auch oft schon Praxis berichtet, über Länder- und Standortgrenzen hinweg mit Hilfe digitaler Werkzeuge zusammen zu arbeiten. Beim mir gut bekannten Beispiel von Bosch spielt das Enterprise Social Network IBM Connections technologisch die zentrale Rolle. Doch noch wichtiger für den erfolgreichen Einsatz bei Bosch war und ist eine vernünftige Einführung der Technik mit entsprechender Schulung und Überzeugung der Mitarbeiter.

Die digitale Kooperation von Beschäftigten ist heute in fast allen Großunternehmen und bei vielen Mittelständlern gängiger Arbeitsalltag. Selbst für kleine Start-ups sind sie längst Routine. Schon vor acht Jahren habe es bei Bosch die ersten Diskussionen gegeben, wie entsprechende Medien genutzt werden könnten, weiß Katharina Krenz zu berichten. Die 38 Jahre alte Managerin beschäftigt sich beim größten Autozulieferer der Welt mit dem Einsatz von sozialen Medien.
Arbeitsplattformen basieren auf IBM-Technik

Bei Bosch wurde über die Jahre hinweg die konzerneigene Arbeitsplattform Bosch-Connect entwickelt, die auf einer IBM-Technik aufbaut. Von den gegenwärtig mehr als 400.000 Bosch-Mitarbeitern auf der Welt haben etwa 320.000 Beschäftigte darauf Zugriff. Mit ihrer Hilfe lässt sich die interne Zusammenarbeit von den diversen Standorten des Konzerns aus organisieren. Für Elektroingenieurin Teichert bedeutet das, dass sie sich bei Bedarf auch die jeweils besten Spezialisten aus den unterschiedlichsten Bosch-Geschäftsbereichen für die Entwicklung des entsprechenden Steuergeräts zusammensuchen kann.

via Virtuelle Teams: Arbeiten mit Kollegen in Indien

Zusammenarbeit über besagte Abteilungs, Standort- und Ländergrenzen hinweg ist eine Notwendigkeit im modernen digitalen Zeitalter, wie auch Stephan Grabmeier von Kienbaum im Artikel zitiert wird Wenn ein Unternehmen noch eine Präsenzkultur – ich füge noch hinzu klassische hierarchische Command-and-Control-Strukturen – pflege, helfe die beste Technologie nichts: “Dann brauchen Sie auch nicht über virtuelles Arbeiten nachzudenken.”

(Stefan Pfeiffer)

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