IBM C-Suite Studie: Die Zukunft des Business und die Rolle der Künstlicher Intelligenz

“Dancing with disruption” trifft es ziemlich gut: Jeder spricht von disruptivem Technologien und Wandel, aber wesentlich weniger haben eine klare Vorstellung, was dies genau beinhalten wird. Welche C-Level Executives sprechen nicht nur davon, sondern lassen sich zum Tanz auffordern? Und wer übernimmt hier sogar die Führung?

IBM hat seine neue globale C-Suite-Studie veröffentlicht – und es ist die umfangreichste Studie bis jetzt: Es wurden mehr als 12.800 Führungskräfte in 20 Branchen und 112 Ländern befragt.  Disruption, neue Technologien und neue Arten von Kundenbeziehungen oder Agilität im Unternehmen waren unter anderem die Themen.

Bei all den verschiedenen Themen hat sich eine übergeordnete Melodie für den Tanz ergeben: Viele Befragten sind sich einig, dass wir gerade in eine neue Ära des Business eintreten – und zwar in eine, die von „etablierten Disruptoren“ angeführt wird

IBM C-Suite-Studie: Unternehmen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz neu definieren

Betrachten wir den Aspekt “Unternehmen und Künstliche Intelligenz in diesem Zusammenhang etwas näher: Automatisierung von Unternehmensprozessen, die Konfiguration von Chatbots, die Gewinnung von Insights für innovative Kundenerlebnisse – die Möglichkeiten, die KI für Unternehmen bietet, sind mehr als vielfältig. Welche Hoffnungen und Erwartungen setzen C-Level-Executives in diese disruptiven Technologien konkret?

In der IMB C-Suite Studie kam heraus, dass 34 Prozent der Organisationen zukünftige Pläne mit auf KI basierender Technologie haben. Die sogenannten “Reinventors” (die bereits AI nutzen und weiterhin planen, massiv zu investieren) machen dabei insgesamt 11 Prozent der Befragten aus. Sie gehen die Anwendung von KI im Unternehmen strategisch an , um komplexe Herausforderungen zu lösen und AI in Unternehmensprozesse zu integrieren. Die “Taktiker”, die bereits KI verwenden, aber weniger Investitionen planen, machen 28 Prozent der Befragten aus. Diese setzen KI momentan gezielt für ausgewählte Prozesse ein. Daneben gibt es noch die Aspiranten und die Beobachter.

Besonders die „Reinventors“ erwarten generell große Änderungen für die Zukunft: Sie möchten neue Märkte erschließen und erwarten gleichzeitig auch neue Wettbewerber in „ihren“ Märkten. Um hier mit eigenen  Innovationen mithalten zu können, planen sie verstärkt Kollaborationen mit Partnern. Christian Hebich, Global Head of Solution Integration & Services Roche Diagnostics, Schweiz, wird in der IBM C-Suite Studie entsprechend zitiert:

“You need to continuously reinvent yourself, adapt your business and be quick enough to implement before others do.”

Neue Geschäftsfelder mit KI erschließen

In folgende Bereiche wollen die „Reinventors“, zusammenhängend mit AI, investieren: Führend ist IoT mit 84 Prozent, gefolgt von Cloud und Mobile mit 81 und 77 Prozent. Auch Blockchain spielt eine Rolle – wenn auch mit 34 Prozent noch etwas weniger.

Besonders die „Reinventors“ sind dabei auch der Ansicht, dass KI nicht nur einzelne Bereiche und Prozesse, sondern das Geschäftsmodell insgesamt verändern wird: Für die nähere Zukunft sagen fast 50 Prozent der „Reinventors“ voraus, dass AI das Kundenerlebnis transformieren wird, genau die gleiche Anzahl erwartet Auswirkungen auf die eigene Position im Markt und die Wettbewerbsfähigkeit. Ein Chief Information Officer aus einer Finanzfirma in Taiwan bringt es folgendermaßen auf einen Punkt:

 “Artificial intelligence will  help us search out hidden opportunities.”

Und ein Chief Human Resource Officer aus der Informationstechnologie-Branche in den USA erklärt, was ihn an AI fasziniert:

 “Artificial intelligence  converts the unstructured work patterns of the past to the intelligent workflows of the future.”

Wie der CIO mit  Kollege KI umgehen sollte und dass Künstliche Intelligenz nicht nur im Büro, sondern jetzt  sogar im All arbeitet, erfahren Sie in diesen aktuellen Posts auf dem CIO Kurator.

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