Ordnung in das Collaboration-Chaos bringen

Microsoft hätte es sicher gerne. All nutzen Office 365 und die darin (mehr oder weniger) integrierten Collaboration-Werkzeuge. Aber Gott sei Dank ist die Welt der Tools, die für Zusammenarbeit und Kommunikation eingesetzt werden (noch) vielfältig. “Persistent Chat”-Werkzeuge wie Slack sind trotz Microsoft Teams extrem erfolgreich. WhatsApp for Business und Facebook for Work geistern durch die Gazetten. Im Bereich Enterprise Social Networks ist Microsoft schwach auf der Brust und Produkte wie IBM Connections oder Jive haben größere Bedeutung. Über Dropbox und Co. werden Unternehmensdokumente geteilt, auch ohne Genehmigung des CIOs. Alexa for Business klopft – trotz massiver Sicherheitsbedenken, die ich hier schon geäußert habe – an die Unternehmenstüren. Chatbots werden allenthalben diskutiert und könnten auch (endlich) für als digitale Helferlein die tägliche Arbeit erleichtern.

Jedoch bedeutet der Einsatz vielfältiger Tools auch, so Dion Hinchcliffe, dass die Welt der Zusammenarbeit und Interaktionen fragmentiert ist:

In fact, as collaborative tools have proliferated in our organizations, we’ve also encountered the so-called Collaboration Paradox: The more tools and channels that we have, the more fragmented our interaction becomes.

So, what to do about this state of affairs? We can’t close Pandora’s box, nor should we want to.

via Enterprises confront the reality of ‘multilayered’ collaboration | ZDNet

Losgelöst davon, dass die Welt der Collaboration auch in einer Monokultur Herausforderungen hat –

  • noch immer dominiert E-Mail als primäres Werkzeug zur Kommunikation und Zusammenarbeit,
  • noch immer werden Informationen nur zu oft in der eigenen E-Mail-Inbox abgeschottet,
  • noch immer werden Dateien zumeist als Anhang verschickt,

– müssen sich der CIO und IT-Abteilung der Welt der Schatten-IT und der Vielfalt der Werkzeuge stellen.  Zudem ist in einer App-Ökonomie ist eine Collaboration-Monokultur nicht mehr herstellbar.

Hinchcliffe plädiert für eine “‘Multilayered Collaboration Strategy” in der einige Werkzeuge als Anker, als zentrale Hubs dienen, in die sich die multiplen Werkzeuge integrieren.

 

Die Integration der verschiedenen Werkzeuge geschieht dabei über API zu API – heutzutage meist die Regel – oder über Standards wie OpenSocial. Laut Hinchcliffe ist dies der erfolgversprechendste Ansatz im Zeitalter der digitalen Transformation, in der heterogene digitale Arbeitsplätze und Kommunikation über verschiedene Kanäle Realität ist. Wie seht Ihr das?

(Stefan Pfeiffer)

 

 

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