Automatisieren: Nicht warten, jetzt starten (auch klein)

Also, den Beitrag veröffentliche ich eigentlich (fast) nur wegen unseres CIOKurators und Automatisierungs-Fetischisten Axel Oppermann. Ashish Deshpande, CEO bei frevvo Inc., hat auf Forbes ein flammendes Plädoyer geschrieben, umgehend mit dem Thema Automatisierung zu beginnen, bevor es zu spät. Anfangen, und wenn es klein ist, ist einer seiner Kernaussagen. Doch ich zitiere erst einmal seine Einführung unter der (Zwischen)Überschrift Automation Isn’t Coming — It’s Already Here – oder automatisere oder stirb.

 Every business must now learn to compete at the “Amazon price” but also at “Google speed.” In this environment, manual processes simply don’t stand a chance. You must automate or die. …

Sure, it’s critical to automate your routine workflows to compete. But the decision to do so will also fundamentally change your business. We’re talking about serious efficiency improvements and literally changing how your employees will work. Instead of chasing down their PO approval, they can actually help a customer.

IT is overloaded, mobility requirements are soaring, there’s a serious skills gap, security is a concern, and data integration and scalability are challenging. It’s enough to make one’s head spin. Nevertheless, you must get started today.

via Five Tips For How Your Business Can Implement Automation

Seine 5 Regeln:

  1. (Wenn es nicht anders geht) Fang klein an, aber fang an.
  2. Setz Dir Ziele und sei nicht scheu.
  3. Fokussiere Dich auf den Endanwender, den Kunden, besonders wenn es um mobile Erfahrung geht.
  4. Binde Deine Mitarbeiter von Beginn an ein. Geheimniskrämerei nutzt nichts.
  5. Analysiere alles. Daten sind Dein neues Erdöl.

Ehrlich gesagt ist das mir ein wenig dünne, soll aber nicht von der Notwendigkeit der Automatisierung ablenken.

Sanjay Mirchandani, Präsident und CEO von Puppet, hat im Oktober auf Forbes vier Stufen der Automatisierung definiert. Zuerst soll man eine Grundlage für die Automatisierung legen. Man müsse weg von Tausenden von Skripts hin zu einer einheitlichen Plattform kommen, auf deren Basis man Workflows replizieren könne. Dies sei Stufe 1, die Grundlage. In der 2. Stufe solle man die Automatisierungslücken entdecken und genau dort ansetzen. In dieser Phase würden Qualitätssicherung und Sicherheitsteam oft involviert.

Die 3. Stufe klingt entscheidend: Hier gehe es darum die entdeckten Lücken und Schwächen zu “bearbeiten” und durch Automatisierung zu beseitigen, der Moment, in der Automatisierung auch in Kern- und Managementsystem zu integrieren sei. Und dann gehe es in Stufe 4 an die ständige Beobachtung und Optimierung.

Klingt alles theoretisch gut. Wie steht das aber zu Robotic Process Automation, wo – so scheint es mir gelegentlich – doch der Trend zur Elektrifizierung bestehender Abläufe bestehen könnte? Ich bin auf die Meinung von Praktikern und Automatisierungs-Fetischisten – gelle Axel – gespannt.

(Die zitierten Autoren sind beide Anbieter von Automatisierungslösungen …)

(Stefan Pfeiffer)

Kommentare sind sehr willkommen