Gerade in der Digitalen Transformation: Communities werden zu Change Agents

Rachel Happe von The Community Roundtable äußert sich zur verändernden Rolle von Communities. Immer mehr Unternehmen entdecken, wie wichtig Communities als Change Agents, als Katalysatoren des notwendigen Wandels gerade in der digitalen Transformation sind. Das neue Normal ist stetige Anpsssung:

Communities Emerge as Change Agents

The reason communities are receiving so much strategic attention is because the new ’normal’ is constant adaptation, making static knowledge and carefully crafted plans seem antiquated. Executives understand that the future must be constantly and iteratively co-created and because of that, are setting aggressive goals for digital transformation and culture change. Strategically managed communities build the trust required for constant co-creation and change. Successful communities create agile cultures.

One of the most profound changes in 2017 was this subtle shift in seeing community leadership as a critical discipline of all leadership….

 

The future of leadership is about enabling communities to succeed and adapt as needed without detailed directives. The communities then, become the primary agent of change – creating the shared situational awareness that allows individuals to respond in agile ways to what is happening at the edges, with a shared understanding of priorities but without centralized bottlenecks to slow them down.

via 2017 Wrap-up: Communities in Transition – The Community Roundtable

Community Management wird demnach zu einer neuen Führungsfunktion und -kompetenz.

Meine 2 Cents: Ich war und bin ein Verfechter von Communities als Katalysator von transparenter Zusammenarbeit. Jedoch ist noch immer ein Weg zu gehen, dass solche Werkzeuge in der Breite genutzt werden. Momentan scheint mir die Diskussion viel zu sehr unter der technischen Perspektive geführt zu werden. Werkzeuge wie IBM Watson Workspace, Slack oder Microsoft Teams geistern allenthalben durch die Gazetten und werden selbst von Jonas Jansen in der FAZ vom 20./21. Januar 2018 unter der Überschrift “Schluss mit den E-Mails” gehyped.

Wer schon etwas länger dabei ist, kennt diese Diskussion um das Ende von E-Mail. Hatten wir alles schon mal. Ich habe E-Mail einmal als Merkel der Kommunikation bezeichnet und auf einen entscheidenden Pluspunkt für E-Mail hingewiesen: E-Mail ist ein Muss für jeden Mitarbeiter, Collaboration-Werkzeuge sind es nicht.

Nicht falsch verstehen: Ich halte Tools zur persistenten (nachvollziehbaren) Konversation für sehr nützlich, habe Slack selbst einige Monate getestet und bin jetzt mit dem CIOKurator-Team auf Watson Workspace, wo wir unter anderem unsere redaktionelle Planung vornehmen. Und wir können hier stundenlang über technische Features und Functions der einzelnen Werkzeuge und der Abgrenzung, besser der Integration der verschiedenen Coolaboration-Tools diskutieren.Das eigentliche Problem bleibt jeodch: die breite Akzeptanz und Adaption.

Die Anwender müssen aus ihrem E-Mail-Posteingang heraus und die neuen Werkzeuge wirklich benutzen, dort zusammenarbeiten, Dateien und Dokumente teilen und nicht wieder in die gewohnten Schemata des E-Mail-Ping Pongs und der Informationssilos zurückfallen. Das ist die eigentliche Herausforderung, mit der wir schon seit Jahren kämpfen. Oder aber wir müssen akzeptieren, kleine, “willige” Teams als Speerspitze einzusetzen und zu fördern in der Hoffnung, dass sich die neuen agilen Arbeitsweisen herumsprechen und sukzessive durchsetzen.

(Stefan Pfeiffer)

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