Allianz zwischen Salesforce und IBM: “The combination of IBM Cloud and Watson services with Salesforce Einstein and Quip will deliver even more innovation” (Marc Benioff)

Vor einigen Monaten haben Salesforce und IBM ihre Partnerschaft angekündigt. Salesforce-Kunden sollten im Rahmen dieser Partnerschaft Zugriff auf die IBM Watson bekommen, IBM wollte damit beginnen, die Salesforce Service Cloud intern zu benutzen. Market Realist sprach gar davon, dass Ziel der Allianz sei, Microsoft zu ersetzen. Wir haben hier (skeptisch) kommentiert, dass die Allianz zwar im CRM-Markt Druck auf Microsoft ausüben könne, aber andere Kernbereiche von Microsoft (leider) nicht betroffen seien. Vielleicht ändert sich dies jetzt. Die Zusammenarbeit wurde nochmals durch den prominenten Auftritt von Ginni Rometty zusammen mit Marc Benioff auf der Salesforce-Hausmesse Dreamforce betont.

Integration von Watson in Collaboration-Plattform Quip

Nun haben die beiden Unternehmen am vergangenen Freitag angekündigt, ihre Zusammenarbeit noch weiter auszubauen. Auf der Dreamforce hatte Salesforce die Quip Collaboration Platform zur Zusammenarbeit am digitalen Arbeitsplatzes unter größtmöglichem Verzicht auf E-Mails angekündigt. Haupteinsatzbereich sind wohl in erster Linie in Firmen oder Abteilungen, die viel mit Dokumenten arbeiten. Quip wird von Quellen wie eWeek als Wettbewerber zu Microsofts Office 365 cloud-basierten Services gesehen. IBM will nun Watson-Anwendungen für Salesforce’s Quip Live Apps bauen, die das Nutzen künstlicher Intelligenz auf der kollaborativen Dokumentenplattform ermöglichen und die Effektivität von Vertriebsteams in der Kundenbetreuung und -weiterentwicklung deutlich erhöhen soll.

Auch sollen die beiden KI-Systeme IBM Watson und Salesforce Service Cloud Einstein enger integriert werden, um so personalisierte, auf künstlicher Intelligenz basierende Empfehlungen in der Interaktion mit Kunden geben zu können. Im Rahmen der neuen Vereinbarung hat Salesforce IBM als bevorzugten Cloud Service Provider, umgekehrt IBM Salesforce als bevorzugte Customer Engagement Platform für Vertrieb und Service benannt.

Schon mehr als 4.000 gemeinsame Kunden

Die beiden Unternehmen sprechen von bereits mehr als 4.000 gemeinsamen Kunden. Mit Bluewolf hat IBM 2016 einen auf Salesforce sepzialisierten Dienstleister übernommen, der Kunden bei der Einführung von Salesforce und der Nutzung der kombinierten IBM Watson- und Salesforce Einstein-Fähigkeiten unterstützt. Bluewolf wird industriespezifische Accelateroren entwickeln, mit denen kognitive Anwendungen schneller eingeführt werden können.

But the message is clear and important. It’s clear that no single vendor will be able to dominate the cloud market in the foreseeable future. Each is carving out niches that it can make more or less impenetrable through large redoubts. …

But you can’t deny IBM’s larger footprint in the cloud when compared with Oracle’s. Nor can you ignore the fact that as a strategic business decision, the Salesforce-IBM alliance is a very good counterbalance and solution to over-reliance on any supplier. These guys are all playing chess and that makes it fun to watch.

via It’s game on as IBM-Salesforce ally to rebalance the enterprise cloud

Mehr Balance im Enterprise Cloud-Markt

Meine 2 Cents: Es wird in den kommenden Monaten interessant sein, wie die Salesforce-IBM-Allianz generell Ergebnisse, Integrationen und Produkte generiert und welchen Einfluss sie auch im deutschsprachigen Raum haben wird, von Dienstleistungen über Bluewolf oder IBM iX bis hin zur Kollaborationsplattform Quip. Hier ist für mich besonders interessant, in welchem Bereich oder welche Nische sich Quip im bevölkerten Collaboration-Markt positionieren und reüssieren wird. Wir werden hier sicher weiter berichten.

(Stefan Pfeiffer)

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