IoT-Studie: Security wird die größte IoT-Herausforderung 2018

Unternehmen stehen weiterhin vor großen Herausforderungen bei der Umsetzung Vorhaben im Bereich Internet of Things  – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Umfrage von Computerwoche und CIO. Für die Studie wurden 385 C-Level IT-Verantwortliche von Unternehmen aus der DACH-Region zu ihren aktuellen und zukünftigen IoT-Vorhaben befragt. Das Thema Security spielt laut Umfrageergebnisse eine immer größere Rolle: Für die Mehrheit der Befragten rangiert es an erster Stelle.

Die Sicherheitsslücken Spectre und Meltdown haben es jüngst wieder gezeigt: Das Thema Security ist aktueller und brisanter denn je. So erachten auch knapp 53 Prozent die Implementierung von Security-Technologien als unverzichtbar. Vor kurzem haben wir hier auf dem CIO Kurator auch über die wichtigsten Security-Trends berichtet.

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Ergebnisse der Studie für Sie zusammengetragen:

Positive Impulse dank IoT

IoT gewinnt in den Unternehmen zunehmend an Fahrt und Reife. Die befragten Unternehmen erhoffen sich von ihren IoT-Bemühungen viele positive Impulse. Laut Computerwoche verschiebt sich bei den befragten Unternehmen der Fokus: von höherer Effizienz bei bestehenden Geschäftsprozessen hin zu neuen und besseren Service-Angeboten sowie der Kundenzufriedenheit.

In punkto Serviceangebote betont Oliver van der Mond, CEO und Managing Director bei Lemonbeat, dass dabei auch der konkrete Mehrwert beachtet werden muss:

„Die „Thing Maker“, also die Produktanbieter, müssen sich wieder mehr darauf konzentrieren was eigentlich der Mehrwert ihrer nun ‚smarten Things‘ sein soll. Warum soll ich als Endkunde vielleicht das Doppelte für ein ‚smartes‘ Produkt bezahlen, wenn sich mir der Mehrwert nicht sofort erschließt? Oft geht es aber nur noch um das technisch Machbare. Es werden eigene IoT- oder Smart-Bereiche aufgebaut, die sich dann nur noch intensiver mit der Technik beschäftigen können.“

Security als größte IoT-Herausforderung

Security wird als größte technologische Herausforderung in Bezug auf IoT erachtet – Knapp 44 Prozent der Befragten sehen sich mit dieser Schwierigkeit konfrontiert. Gleich an zweiter Stelle rangiert die Datensicherheit mit 39 Prozent. Weitere 30 Prozent erachten Betriebssicherheit als größte Erschwernis.

Organisatorische IoT-Herausforderung

Für das Internet der Dinge werden ständig neue Produkte entwickelt. Dabei ist es jedoch unerlässlich, dass sich Entwicklungstools und -prozesse nicht ausbremsen. Die Anpassung der Geschäftsprozesse an die neuen Bedingungen stellt für knapp 40 Prozent der Befragten die größte organisatorische IoT-Herausforderung dar. Übergreifende Team-Zusammenarbeit wird  immer wichtiger: Knapp 31 Prozent sind der Meinung, dass eine mangelnde Kommunikation zwischen den Abteilungen einer erfolgreichen IoT-Strategie entgegensteht. Zudem müssen auch die Mitarbeiter adäquat auf die veränderten Bedingungen vorbereitet werden: 30 Prozent sehen in fehlenden Skills der Mitarbeiter die größte Hürde in der Verfolgung ihrer IoT-Strategie.

 Guido Burchartz, Head of IoT/Industry 4.0 Solutions alnamic AG, sieht folgende Herausforderungen:

„Neben dem eigentlichen Nutzen bringt das Internet of Things auch immer eine Reihe von Herausforderungen mit sich. Technologisch ist es heute recht einfach IoT Anwendungen bis zu einer hohen Anzahl von Geräten oder Anlagen zu skalieren. Viele Unternehmen stehen dann aber zunächst vor der Herausforderung den potentiellen Effizienzgewinn durch eine intelligente Integration in die Unternehmensprozesse tatsächlich nutzbar zu machen. Eine Monetarisierung der Services kann sich dann als Herausforderung darstellen, wenn die Prozesskosten für eine Auftragsverarbeitung im eigenen ERP-System zu hoch sind oder die rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für eine Leistungsverrechnung ins Ausland noch gar nicht geschaffen sind.“

IoT-Plattformen als unverzichtbare Technologie

IoT-Plattformen zählen für die Mehrheit der Befragten (57,4 Prozent) zu den unverzichtbaren Technologien – im Einsatz haben diese aber bisher lediglich knapp 22 Prozent. Wie bereits oben beschrieben ist der Sicherheitsaspekt ein Grund. Beim Thema Plattformen und Security gibt es also anscheinend noch einiges zu tun für den CIO.

Industrie 4.0: IT und OT wachsen immer mehr zusammen

Die Mehrheit der befragten Unternehmen ist der Meinung, dass beim Einsatz des IoT in der Produktion die Bereiche IT und OT (Operations Technology) künftig miteinander verschmelzen.

Oliver van der Mond, CEO und Managing Director bei Lemonbeat betont hierzu:

“Bei IoT stoßen zwei Welten aufeinander. Die Welt der Things und deren Hersteller mit teils jahrzehntelanger Ingenieur-Erfahrung im Design, Bau und Vertrieb von traditionellen Produkten. Und die Welt der Funk-, IT- und Internet-Experten. Beide kennen sich mit der Welt des anderen oft nur rudimentär aus, wissen nur bedingt, wo die Grenzen des Machbaren sind, was wieviel Zeit kostet, wo Fallen lauern, etc. Es wird im Bereich IoT daher immer klarer, dass sich beide Welten aufeinander zubewegen und mit den Themen des anderen beschäftigen müssen.”

Generell bedeutet dies also für die Zukunft, einem Silo-Denken entgegenzuwirken. Übergreifende Zusammenarbeit ist gefragt: Die einzelnen Abteilungen müssen sich künftig besser absprechen und stärker zusammenarbeiten.

Möchten Sie mehr über Cloud-basierte IoT-Lösungen erfahren? Hier finden Sie weitere Informationen.

2 comments

Kommentare sind sehr willkommen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.