Dorthin gehen, wo Stakeholder aktiv sind – Content Curation-Empfehlungen von @klauseck

Wer heute mit seinen Inhalten im Netz erfolgreich sein will, muss dafür härter arbeiten denn je, prognostiziert Klaus Eck in einem Beitrag für den Leitfaden von Torsten Schwarz zur Digitalen Transformation. Wie aktuell sei die Strategie, auf der das Engagement in Social Media und Content Marketing basiert? Heutige Aktivitäten von einer Strategie aus 2009 abzuleiten, ist jedenfalls nicht mehr zeitgemäß:

„War früher eine Facebook-Page ‚nice to have‘, sieht die derzeitige Entwicklung eher danach aus, als ob private Posts zunehmend in den Hintergrund rücken und stattdessen Corporate Content in verschiedensten Formaten dominiert. Zwar erreichen Marken auch hier nicht automatisch alle Stakeholder, doch selbst die Silver-Ager entdecken die Plattform mehr und mehr für sich.“

Problem: Corporate Content entstehe zwar in vielen Bereichen einer Organisation, doch leider verwaist dieser in der Regel auf den Festplatten der Mitarbeiter, in E-Mails oder in den Ordnerstrukturen der Firma.

“Darüber hinaus gibt es in größeren Unternehmensstrukturen weitere Barrieren und Hierarchien, die den Zugriff auf Informationen anderer Unternehmensbereiche limitieren. Dadurch entstehen mit der Zeit Grenzen zwischen den Content-Silos, die zu hohen Kosten und zu einer Behinderung des internen Wissensflusses führt. Erst wenn Sie diese Grenzen durch eine integrierte Content-Strategie überwinden, profitieren Sie von der Content-Revolution. Zudem sind die modularen Content-Stücke einer Marke viel bedeutender als die Website selbst. Bisher haben auf diese Implikationen nur wenige Unternehmen reagiert. Noch immer ähneln die Onlineauftritte einer Zeitung, die einen klaren Einstieg und Navigationshilfen anbietet. Dabei gibt es auch bei Zeitungen und Zeitschriften unterschiedliche Lesegewohnheiten. Nicht alle Leser folgen der hierarchischen Papierlogik. Einige schlagen ihre Lektüre mittendrin auf, lesen zunächst die Inhaltsangabe oder den Sportteil, bevor sie zur ersten Seite zurückkehren. Nur selten halten sie sich bei ihrem Informationsverhalten an die Vorgaben, die Medienhäuser ihnen machen. Warum sollte das im Web anders sein”, fragt sich Eck.

Man sollte dorthin gehen, wo die Stakeholder aktiv sind:

“Märkte sind Gespräche. In diesem Cluetrain-Sinne sollten Sie sich radikal von Ihrem alten digitalen Zentrum verabschieden und Ihr Glück auf den dezentralen Märkten YouTube, Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest, Snapchat, WhatsApp et cetera versuchen. Auf diesen Touchpoints können Sie Ihre Blogartikel, Fachtexte, Bilder und Videos anbieten. Jedes Content-Stück zählt und verbreitet Ihre Markenbotschaft. Das ist die eigentliche Content-Revolution: der Abschied von einem zentralen digitalen Ort. Über die Content Curation erhalten Sie ständig neue Besucher, die sich mit Ihren Markenbotschaften auseinandersetzen. Deshalb sollten Sie Ihren Content in die digitale Welt bringen, damit er sich teile und mehre”, empfiehlt Eck.

Siehe auch:

Eure Empfehlungen für Content-Strategien?

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