Gartner: Technologie-Trends – Was setzt sich durch, was ist nur Hype?

Am Ende des Jahres wird rekapituliert und prognostiziert was das Zeug hält: Welche Themen bewegten uns und welche Entwicklungen zeichnen sich im neuen Jahr ab? Auch wir haben einen Blick in die Zukunft gewagt und die CIO Trends für 2018 zusammengestellt.

In dieser Liste darf Künstliche Intelligenz natürlich nicht fehlen – es war DAS große Trend-Thema 2017 und auch 2018 ist kein Ende in Sicht. Auf der anderen Seite gibt es immer wieder kurzlebige Hypes, die sich dann doch als großer Flop herausstellen – ich erinnere an dieser Stelle an „Google Glass“: Als das Augmented-Reality-Wearable 2012 vorgestellt wurde, war die Begeisterung zunächst groß. Doch die hielt sich nicht lange: Bereits 2015 wurde die Produktion eingestellt.

Angesichts der Geschwindigkeit mit der Technologietrends sich ändern, wird die Vorhersage, welcher toppt und welcher floppt, zur echten Herausforderung. Manche Trends haben so weitreichende Auswirkungen, dass sie den globalen Markt nachhaltig prägen und verändern. Andere wiederum landen auf dem Abstellgleis.

Gartner: Technologie-Trends – Was setzt sich durch, was ist nur Hype?

Technologietrends gründlich analysieren

Laut Gartner treten Trends meist nicht isoliert auf, sondern in Wechselwirkung: Neuere digitale Technologien wie das Internet der Dinge und Künstliche Intelligenz ergänzen den Nexus of Forces – die kombinierte Wirkung von Cloud-, Mobile-, Social-, Big-Data- und Analysedaten – und erzielen dadurch eine exponentiell größere Durchschlagskraft.

CIOs müssen entscheiden, ob ein Trend wirklich Potenzial hat und die erforderlichen Investitionen rechtfertigt. Gartner empfiehlt hierzu Trendspotting-Techniken, mit denen man die verschiedenen Aspekte und möglichen Auswirkungen des Trends untersuchen kann. Dazu zählen der Grad der Disruption, der Umfang und die Größe der Auswirkungen sowie der Einfluss des Trends auf Menschen, Unternehmen, die IT-Abteilung und den Technologiemarkt.

In diesem Zusammenhang empfiehlt Gartner-Analystin Samantha Searle:

“Keep in mind that a trend may directly or indirectly impact the interactions between people, businesses, IT departments or technology markets, and the tasks and operations they perform. Virtual reality, augmented reality and virtual personal assistants, such as Apple’s Siri, Microsoft’s Cortana and Amazon’s Alexa, are trends that have had a direct impact. This is because these trends have changed the way we interact with devices and businesses.”

3 Faktoren für ein Gesamtbild des Trends

Laut Gartner gibt es drei Schlüsselfaktoren, die die potenziellen Auswirkungen eines bestimmten Technologietrends auf Menschen, Unternehmen, IT und den Technologiemarkt ausmachen:

Gartner: Technologie-Trends – Was setzt sich durch, was ist nur Hype?

Trends unterscheiden sich aber nicht nur von Branche zu Branche, sondern auch in der globalen Reichweite ihrer Wirkung. Ein Trend kann sich auf ein oder mehrere Länder und Regionen auswirken. Dabei bestimmen soziale, kulturelle, geopolitische und wirtschaftliche Faktoren die Reichweite eines Trends.

Nicht immer wird die tatsächliche Tragweite eines Trends auch sofort erkannt. So irrte sich beispielsweise auch Thomas Watson, Vorsitzender von IBM, im Jahre 1943 gewaltig mit der Prognose:

„Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.“

Ob IBM Watson zu einer ähnlichen Prognose gekommen wäre?

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