Der IT-Security-Markt im Jahr 2018

Die Analysten von Gartner haben kürzlich ihre Prognose auf den IT Security-Markt für das nächste Jahr veröffentlicht. Wie entwickeln sich die Ausgaben im Sicherheirsbereich? Welche Themen werden die Diskussion dominieren? Welche Herausforderungen sehen die Analysten auf Anbieter und Anwender zukommen?

96,3 Milliarden US-Dollar. So viel werden laut dem US-Analystenhaus Unternehmen im nächsten Jahr weltweit für die Sicherheit ihrer Infrastrukturen, Anwendungen und Daten ausgeben. Dies entspräche einem Anstieg von acht Prozent gegenüber dem aktuellen Jahr 2017. Als Gründe für diesen Anstieg nennt Gartner mehrere Faktoren: Regulierungen im Markt, wie zum Beispiel die neue EU-Datenschutzgrundverordnung DSGVO/GDPR, die im nächsten Jahr in Kraft treten wird, das Bewusstsein neuer Bedrohungen wie etwa den Cyber-Angriffen der letzten Zeit, sowie allgemein der Fokus auf digitale Geschäftsmodelle und digitale Transformationsprojekte der Unternehmen.

Vor allem die Bedrohungen durch WannaCry oder NotPetya hätten einen unmittelbaren Einfluss auf die Sicherheirsausgaben, weil diese Bedrohungen bis zu drei Jahre anhalten könnten. Dies zeigen auch Ergebnisse von Umfragen, die Gartner in den letzten Jahren unter Unternehmen durchgeführt hat und besagen, dass konkrete Sicherheitsrisiken der Hauptgrund für steigende Ausgaben im Sicherheitsbereich seien.

Hier eine Übersicht der Analysten zu den Entwicklungen der Ausgaben in den Teilbereichen im IT Security-Markt:

Aus Pressemeldung “Gartner Forecasts Worldwide Security Spending Will Reach $96 Billion in 2018, Up 8 Percent from 2017”

Gartner hat im Zuge dieser Übersicht der IT Security-Ausgaben noch weitere Prognosen veröffentlicht. So gehen die Analysten davon aus, dass innerhalb der nächsten drei Jahre 60 Prozent der Unternehmen in vielfache Datensicherheitstools investieren werden wie zum Beispiel zur Verhinderung von Datenverlusten, in Verschlüsselungstools oder in Audit und Protection Tools. Derzeit tun dies nur etwa 35 Prozent der Unternehmen.

Automatisierung und Outsourcing sind zwei auch im nächsten Jahr steigende Investitionsbereiche. Dies habe vor allem drei Ursachen:

  1. Ein Mangel an nötigen Skills im eigenen Unternehmen,
  2. die größer werdende Komplexität des Themas IT Security sowie
  3. die ständige Bedrohung durch Cyberangriffe und andere Attacken.

So würden zum Beispiel die Ausgaben im Bereich Security Outsourcing im nächsten Jahr um elf Prozent gegenüber dem Jahr 2017 auf 18,5 Milliarden US-Dollar steigen. Outsourcing ist damit der zweitgrößte Kostenfaktor hinter Beratungsleistungen. Gartner geht davon aus, dass bis zum Jahr 2019 der Bereich Security Services Outsourcing etwa 75 Prozent der Ausgaben für Security Software- und Hardware-Produkte ausmachen wird.

Schließlich werde sich in den nächsten fünf Jahren der Trend hin zu Detection and Response verstärken. Hier spielten auch Analysefunktionen in Zukunft eine größere Rolle, um besser und vor allem schneller auf externe Bedrohungen reagieren zu können, siehe dazu auch unseren Beitrag hier auf dem Kurator von letzter Woche.

Dazu der Gartner-Analyst Ruggero Contu:

“This increased focus on detection and response to security incidents has enabled technologies such as endpoint detection and response, and user entity and behavior analytics to disrupt traditional markets such as endpoint protection platforms and SIEM.“

Und apropos SIEM: Das Analystenhaus Gartner hat hier in seinem aktuellsten Magic Quadrant  zu Security information and event management (SIEM) IBM zum neunten Mal in Folge als Leader eingeordnet.

Auf die Frage, wohin sich der Markt entwickelt, antworten die Kollegen von SecurityIntelligence:

„Taking out our crystal ball — that is, conversations with clients about what they want their security operations centers (SOCs) to look like in two, five and 10 years — SIEM will continue to be the lead, core technology empowering security teams, but will evolve to enable these teams to better operationalize their investments. In simpler terms, it’ll become the bridge between security and IT operations teams.“

Kommentare sind sehr willkommen

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.