Schnell und schmutzig – Robotic Process Automation versus traditioneller Automatisierung

Automation has now become an integral component of digital transformation strategies for enterprises around the world. Especially, in today’s scenario, robotic process automation (RPA) is the technology which is the choice of many business people to streamline business operations and reduce costs.

via Best Practices for Robotics Process Automation – Enterslice

Automatisierung ist wieder en vogue, gerade im Zeitalter der digitalen Transformation. Nicht umsonst haben wir die verschiedenen Aspekte hier auf dem CIO Kurator auch beleuchtet – vom Business Process Reengineering bis zur Arbeitsplatzfrage – und werden dies weiter tun. Der Kernbegriff ist dabei heutzutage Robotic Process Automation (RPA). Forrester sagt voraus, dass RPA bis 2021 ein Volumen von $ 2,9 Milliarden erreicht. 2016 waren es noch $250 Millionen, ein also signifikantes Wachstum. Und es werden auch schon Best Practises mit Tipps & Tricks publiziert.

Der Anspruch an Robotic Process Automation ist dabei durchaus ein anderer wie der traditioneller Prozessautomatisierung. Es geht um schnelle Umsetzung, um Softwareroboter, die eine menschliche Interaktion mit Benutzerschnittstellen von Softwaresystemen nachahmen.  Es geht – so ein Beitrag auf CMSWire – mehr um Frontend-Integration denn um tiefe Integration in die bestehenden Systeme zu gehen.

  • It is non-intrusive. Most often, the RPA bots stay in the front-end of the system and moves forward with the task, without having to intrude on the back-end.
  • It is system agnostic, working across application types.
  • It is able to take action quickly due to its ability to mimic the role of an agent.
  • It is easily scalable and system integration is easy.
  • It is easy for non-technical people to use — there is no code to learn; it is almost all graphics.

via Answers to Your Robotic Process Automation vs. Traditional Automation Questions

Benutzereingaben werden über die reguläre Benutzeroberfläche einer Anwendung nachgeahmt, die Verwendung von Programmierschnittstellen (APIs) vermieden. Die Geschäftsprozesse sollen von den Anwendern, die ihre Geschäftsprozesse kennen, typischerweise mit graphischen Modellierungswerkzeuge, modelliert und automatisiert, ein Anspruch, den man schon einmal vor langen Jahren beim Thema Workflow hatte.

Im Beitrag auf CMSWire wird von RPA als zweiter Generation der Automatisierung gesprochen. Und die nächste Generation werde kognitive Fähigkeiten bieten. Daneben sei davon auszugehen, dass sich RPA und traditionelle Business Process Management-Werkzeuge annähern und verschmelzen werden.

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Meine 2 Cents: Ich bin ein Freund pragmatischer, schneller Lösungen, gerade auch weil ich in der Vergangenheit das Scheitern komplexer Automatisierungs- und Workflow-Projekten erlebt habe. Doch scheinen mir die Heilsversprechen, die im oben zitierten Beitrag gerade auch von Anbietern oder Beratern von RPA gemacht werden, sehr blauäugig. Die Wahrheit – so es sie überhaupt gibt – liegt wohl eher darin, durchaus Systeme über APIs zu integrieren, aber dabei die schnelle Umsetzung im Blick zu behalten und nicht unbedingt anzustreben, 110 % aller Prozessschritte und vor allem Prozessausnahmen zu automatisieren. Die Balance zwischen der nötigen schnellen Umsetzung, der Nutzung von künstlicher Intelligenz und notwendiger Integration in bestehende Systeme wird entscheidend für den Erfolg von Automatisierung im Zeitalter der digitalen Transformation sein.

(Und nein, trotz der Titelgrafik geht es nicht um Roboterà la R2D2 oder 3PO. Wir reden von Softwarerobotern … Bots.)

Nachtrag: Ich bin dann nach Erscheinen dieses Beitrags noch auf diese Tabelle aus dem Blogbeitrag How is RPA different from other enterprise automation tools such as BPM/ODM? von  gestossen und hänge sie hier mal rein:

 

(Stefan Pfeiffer)

2 comments

  • Hallo Herr Pfeiffer, da hat sich wohl ein kleiner Typo eingeschlichen: ” Forrester sagt voraus, dass RPA bis 2012 ein Volumen von $ 2,9 Milliarden erreicht.” 2012 ist schon abgelaufen, das Datum muss also in der Zukunft liegen.

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