Culture eats the candidate for breakfast oder einfach #FAMP

Ute Schulze hat auf Facebook einen bemerkenswerten Artikel kommentiert mit “herrlich, herrlich, herrlich”. Zu recht. Es geht um die Rekrutierungspolitik und den teilweise künstlich produzierten Fachkräftemängel, der von “Karriereletter” beleuchtet wird. Es geht um einen “geheimen” Fachkräfteabwehrmaßnahmenplan (FAMP):

“Wer bislang dachte, das Bewerbungsverfahren sei dazu da, die richtige Bewerberin zu finden, der täuscht sich. Vielmehr sollen Ausdauer und Leidensfähigkeit der Interessenten lange genug strapaziert werden, als dass sie schließlich aufgeben. Eine erste Kandidatenauslese findet durch die Online-Bewerbungsplattform statt. Wer sich dort durchgekämpft hat, ohne sich die Haare auszuraufen, wird in mehreren Verhörrunden mit immer neuen Gesprächspartnern konfrontiert. Am Ende steht dann das Assessment Center, wo der Kandidat zeigen kann, wie er beim Absolvieren von Assessment Centern auf ganzer Linie versagt. Sollte das immer noch nicht abschreckend genug gewirkt haben, ist der Kandidat zum Probearbeiten einzuladen. Denn wie heißt es so schön: Culture eats the candidate for breakfast.”

Letztlich deckt sich dieser Spießrutenlauf mit Erkenntnissen von Professor Martin Kornberger, der diesen “Zustand” auf folgende Formel bringt: Anstellen und Einstellen – da liegt das Problem im Personalmanagement.

Müssen Nachwuchskräfte mit einem anderen Denken rekrutiert werden?

„Die ganze Idee mit Anstellen und dann Einstellen ist der Kern der Hierarchie. Der oder die Richtige soll für einen genau definierten Job gefunden werden. Im Netzwerk läuft das anders.“

Wann werde dort jemand mit seinem Wissen relevant? Das sei abhängig von der Resonanz, vom Kontext und nicht vom Organigramm.

„Die individualisierte Personalauswahl in Unternehmen tut sich damit schwer. Auf Plattformen ist diese Frage ausgelagert. Die behandeln das sehr viel flüssiger und dynamischer“, sagte der Organisationswissenschaftler Kornberger im Vorfeld der diesjährigen Kölner Fachmesse Zukunft Personal.

Wie könnte die Personalauswahl besser laufen?

Der KI-Spezialist Stefan Holtel hat da eine ganz spezielle Strategie. Er kreiert sich seine Jobs in Unternehmen einfach selbst.

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