Agile: Wandel umarmen, weg von Kommando und Kontrolle

Es sind eigentlich Selbstverständlichkeiten, die Jithesh Radhakrishnan auf CMSWire zum Thema Agile niedergeschrieben hat. Aber eben nur eigentlich … Es ist wert, die Grundsteine der agilen Organisation nochmals explizit zu wiederholen. Agil sein, heisst den Wandel anzunehmen, diesen (notwendigen) Wandel aktiv zu kommunizieren und den Beteiligten Chancen für Feedback und Austausch zu geben.

Und “Agile” es ist kein Selbstläufer. Ein beständiges Mentoring und Coaching, die latente, möglichst konstruktive Auseinandersetzung in allen Phasen der Transformation – wenn nötig mit Kursänderungen – ist wahrscheinlich und notwendig. Unternehmen müssen versuchen, ein ausbalanciertes Ökosystem zu schaffen, in dem Werte, Einstellungen, Prozesse und Organisation die agile Transformation unterstützen.

Agile sein, heißt auch Abschied nehmen von bisherigen Command-and-Control-Mechanismen und Machtstrukturen. Und genau das fällt in keiner Organisation leicht. Machtstrukturen ändern, durchaus auch niederreißen, heißt nicht der Anarchie Tür und Tor zu öffnen. Gerade der Scrum Master kann und sollte dabei eine wichtige Rolle spielen. Und auch ein weiteres Risiko darf nicht außer Acht gelassen werden: Wenn nur ein Teil der Organisation “agile” ist, der Rest aber in alten Prozess- und Machtstrukturen verharrt, werden die Fortschritte kannibalisiert. Und eines muss auch klar sein: Eine agile Organisation zu werden, passiert nicht von heute auf morgen. Es ist eine Reise, die Führung, Mitmachen, Mut zum latenten Wandel und Vertrauen braucht.

(Stefan Pfeiffer)

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