Umfrage: Chefs lassen bei Digitalisierungsprojekten nach – IT marschiert voran

Wer sagt es denn: Die meisten Digitalisierungsprojekte kommen aus der IT-Abteilung, so ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag von Tata Consultancy Services (TCS) unter insgesamt 905 Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland, über die Carsten Knop auf FAZ.NET berichtet. Vorstände und Geschäftsleitung haben dagegen nachgelassen:

Zugleich werden sogar in nur noch 42 Prozent der Unternehmen Digitalisierungsprojekte und digitale Innovationen vom Vorstand oder der Geschäftsleitung angestoßen. Vor einem Jahr war dies noch in 51 Prozent der Unternehmen der Fall.

Ganz anders als von den meisten Branchenkennern empfohlen, kommen sogar wieder mehr Initiativen in den Unternehmen direkt aus den IT-Abteilungen: Ihr Vorschlags-Anteil erreicht inzwischen 86 Prozent (Vorjahr: 78 Prozent). …

Entstanden ist durch die Antworten ohnehin ein eher ambivalentes Bild: Grundsätzlich herrscht zwar große Offenheit gegenüber innovativen digitalen Technologien. So sind jeweils rund drei Viertel der Befragten interessiert und aufgeschlossen gegenüber Cloud Computing (77 Prozent) und Big Data Analytics (72 Prozent), jeder Zweite gegenüber dem Internet der Dinge (46 Prozent). Rund jedes dritte Unternehmen interessiert sich für Technologien wie Virtual und Augmented Reality (37 Prozent), 3D-Druck (36 Prozent), Künstliche Intelligenz (35 Prozent) oder Robotik (29 Prozent). Aber nur 7 Prozent geben an, dass sie gegenüber der Blockchain-Technologie, von der derzeit viel die Rede ist, interessiert und aufgeschlossen seien.

via Umfrage in Unternehmen: Skepsis gegenüber neuen Technologien

Ach ja: Digitalisierung ist nicht gleich digitale Transformation. Daran soll erinnert sein. Ob das so explizit in der Befragung unterschieden wurde, müsste geklärt werden.

(Stefan Pfeiffer)

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