Datennutzung und Datenschutz: Wer die Ressource Daten nutzen will, darf das eine nicht ohne das andere denken

Häufig wird gesagt, Daten sind das neue Öl. Das ist auch richtig: Daten sind eine wertvolle Ressource – wenn man sie richtig zu nutzen weiß. Anders als Öl jedoch, wachsen sie jedoch ständig. Im Jahr 2025 werden laut IDG und Wirtschaftswoche weltweit rund 163 Zettabyte erwartet – das zehnfache im Vergleich zu 2016. Manche Professionals, die mit Daten zu tun haben, mögen darüber eher stöhnen. Dabei bietet gerade dieses exponentielle Wachstum auch immer größere Möglichkeiten der Datenanalyse und -nutzung. Damit einher geht jedoch, dass es auch eine Ethik der Verantwortung für den Datenschutz geben muss – und vielleicht muss diese genauso immer wieder neu angepasst werden, wie auch die technischen Möglichkeiten der Datennutzung immer weiter steigen.

In welchen Bereichen der Datennutzung ist es besonders wichtig, Maßstäbe an die Datennutzung festzulegen? Ein IBM Blog Post identifiziert hier relevante Bereiche: unter anderem Daten-Ownership und Datenschutz, Datenfluss und Zugang, Datensicherheit und Vertrauen und Daten und Künstliche Intelligenz.

Daten-Ownership und Datenschutz sind wichtigere Themen denn je

Betrachten wir einmal den ersten Punkt etwas näher: Daten-Ownership und Datenschutz. Larry Dignan legt in zdnet dar, dass Kunden oft weniger Kontrolle über ihre eigenen Daten haben, als sie vielleicht glauben. Kunden besitzen ihre Daten nur solange, wie der entsprechenden Technologiepartner den vollen Zugang zu diesen Daten ermöglicht. Er schreibt:

„The hopes and dreams of the so-called API economy ride on companies providing access to data and an ecosystem built around sharing. The reality is that IT vendors as well as operational technology vendors may control your company’s data.”

Larry Dignan gibt einige konkrete Beispiele, etwa dass ein API Zugang wegen Vertragsstreitigkeiten geschlossen wurde, oder dass Gebühren für den Zugriff auf die eigenen Daten verlangt werden. Für viele Unternehmen sind die gewonnen (und durch eigene Leistung weiterverarbeitete) Daten einfach zu wertvoll, um keinen Anspruch darauf zu erheben. Und dieser ist ja auch durchaus berechtigt. Ist das ein neues Daten-Dilemma? Soweit muss es nicht kommen – wenn es klare Regeln gibt. Dazu im IBM Blog Post:

“A world being reshaped by the phenomenon of data requires clarity around the principles and rules of the road to ensure that the rights of those who own it and use it are protected. We have defined the following key areas of policy to ensure that trust for our clients and communities.”

IBM kommuniziert dazu die eigenen Ansichten und Richtlinien zu Daten-Ownership:

  • Clients are not required to relinquish rights to their data to have the benefits of IBM’s Watson solutions and services.
  • We believe the unique insights derived from clients’ data are their competitive advantage, and we will not share them without their agreement.
  • IBM client agreements are transparent. We will not use client data unless they agree to such use and we will limit that use to the specific purposes clearly described in the agreement.
  • IBM employs industry-leading security practices to safeguard data. This includes use of encryption, access control methodologies, and proprietary consent management modules which allow us to restrict access to authorized users and to de-identify data in accordance with applicable permissions.

…und das gleiche zum Thema Datenschutz:

  • While there is no single approach to privacy, IBM complies with the data privacy laws in all countries and territories in which we operate.
  • IBM was an early leader in developing and adopting the European Union (EU) Data Protection Code of Conduct for Cloud Service Providers for several offerings, securing certification under the U.S.-EU Privacy Shield and the APEC Cross-Border Privacy Rules, and will be fully compliant with the EU’s General Data Protection Regulation.
  • IBM will advocate for strong and innovative means to enhance privacy and data protection, and will continue to invest in privacy-enhancing technologies.
  • IBM supports global cooperation to facilitate mutual recognition of privacy regimes to enhance and facilitate cross-border data flows.

Klare Richtlinien, auf die sich Nutzer, sei es im Privatkunden- oder im B2B-Umfeld, verlassen können, sind die Voraussetzung, dass vom neuen „Öl“ Daten nicht nur eine Seite profitiert und die andere Seite nur die ist, die die Rohstoffe zur Verfügung stellt.

Wer sich für GDPR und Daten interessiert: Zum Thema GDPR-Richtlinie, gibt es auf dieser IBM Seite nähere Infos.

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