Meetings: Schicken Sie überflüssige Teilnehmer hinaus

Manchmal schwingen Themen. Gunter Dueck hat sich zum Meeting-Wahnsinn geäussert, in dem Extros den Ton angben. Und auch ich hatte das Thema im Rahmen meines Beitrags zur Kollaborationslüge behandelt. Jetzt widmet der Harvard Business Manager dem Thema sogar ein ganzes Heft. Hier einige Kernzitate aus einem Beitrag von Anja Förster:

Wenn zu viele oder die falschen Leute in Meetings sitzen, ist das aus drei Gründen problematisch. Zunächst einmal ist es unökonomisch. Das Unternehmen verschwendet Ressourcen. … Unternehmen sind dazu da, Kundenbedürfnisse zu befriedigen, und nicht dazu, sich in Konferenzräumen mit sich selbst zu beschäftigen.

via Schickt die Bremser raus – Harvard Business Manager

Man lasse sich den letzten Satz genussvoll auf der Zunge zergehen. Sich nicht mit sich selbst, sondern sich mit Kunden und Geschäft beschäftigen. Scheint oft vergessen zu werden.

Zweitens: Das Zusammenrottungsprinzip führt zu einer geringeren Meetingqualität. … Haben diese Beisitzer eigentlich sonst nichts zu tun, als hier den lauwarmen Kaffee wegzuschlürfen? …
Drittens senden aufgeblähte Meetings ein fatales Signal an die Organisation. … Über kurz oder lang wird dieses Verständnis die Unternehmenskultur prägen. Unproduktive Meetings wirken wie schleichendes Gift.

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Auch dem ist nichts hinzuzufügen. Und das Appell an die Führungskräfte sollte sich jeder sogenannte Manager an seinen Bildschirm heften:

Führungskräfte müssen sich selbst auf die Finger klopfen, denn sie sind dafür verantwortlich, Meetings mit den richtigen Mitarbeitern zu besetzen. Sie müssen auch deutlich sagen, wer nicht dabei sein soll. Haben Sie den Mut, klare Signale zu senden, und schicken Sie überflüssige Teilnehmer hinaus: „Vielen Dank, aber in diesem Meeting können wir ohne Sie auskommen.“ Leider verwechseln manche Führungskräfte ihre Arbeit mit einem Beliebtheitswettbewerb. Sicher wird nicht jeder „Hurra“ schreien, wenn er plötzlich nicht mehr zu allen Meetings eingeladen wird. Der eine oder andere wird womöglich gar beleidigt sein. Doch wahre Führungsstärke zeigt sich, wenn man das Wohl der Organisation über die Befindlichkeiten Einzelner stellt. Wir sollten nie vergessen: Siege werden in Märkten eingefahren, nicht in Konferenzräumen.

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Das sollte man dann auch auf Telefonkonferenzen übertragen. Und Ping, schon ein Teilnehmer weniger.

(Stefan Pfeiffer)

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