CIOs und Social Media: Der Trump-Effekt

Dies ist der erste Beitrag einer neuen Serie hier auf dem Kurator, in der es um die Relevanz von Social Media für CIOs im Besonderen und Entscheider in Unternehmen im Allgemeinen gehen soll. Wir werden Tipps und Empfehlungen zum Umgang mit Social Media geben, Studien vorstellen und Tools und Plattformen erklären.

Beginnen möchte ich mit einer aktuellen US-Umfrage zur Nutzung von Social Media unter C-Suite Executives. Die Ersteller der Umfrage haben 300 Personen auf Executive-Ebene in den USA befragt, es handelt sich also um eine durchaus relevante Zahl an Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Ergebnisse zeigen sicher, wie so oft, dass die Nutzung in Nordamerika weiter ist als bei uns, nichtsdestotrotz ist es interessant zu sehen, wie es sich auf der anderen Seite des Atlantiks entwickelt und was wir eventuell für Rückschlüsse daraus ziehen können.

87 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage gaben an, dass sie Social Media nutzen und 66 Prozent nutzen sie beruflich. Diese Zahl wäre bei einer ähnlichen Umfrage in Deutschland mit Sicherheit niedriger. Noch bemerkenswerter ist, dass 70 Prozent der Executives, die angaben, Social Media aktiv zu nutzen, regelmäßig, das heißt mindestens wöchentlich, eigene Inhalte erstellen.

Warum nutzen Executives in den USA Social Media? Donald Trump hat etwas damit zu tun

Der Einfluss von Donald Trump auf die Social Media-Nutzung von Executives in den USA.

Stolze 40 Prozent gaben an, dass sie planen, Social Media in Zukunft stärker zu nutzen und dies hat unter anderem mit Donald Trump zu tun:

“President Trump’s Twitter activity is affecting some C-Suite Executives’ attitudes towards social media. While more than half indicated that his tweets had no impact on their social media participation, almost a third indicated that his tweets make them more interested in participating in social media.”

Da ist man ja fast geneigt, etwas Positives an der Twitter-Nutzung des US-Präsidenten zu ziehen. Allerdings sind, wie sollte es anders sein, die Motivationen der Executives in den Unternehmen eher von Sorge getrieben:

Verbatims suggest that some executives are concerned Mr. Trump may call out their business on Twitter, which has driven negative market reactions for several companies earlier this year.

Die am meisten genutzte Social Media-Plattform der teilnehmenden Executives ist übrigens Facebook, sowohl im beruflichen als auch im professionellen Umfeld, wobei im beruflichen Umfeld LinkedIn fast gleichauf liegt. Auch dies ist sicher ein großer Unterschied zum deutschsprachigen Raum, wo Facebook noch immer eher selten als relevant für Executives gesehen wird.

Nur etwa ein Drittel derjenigen, die LinkedIn, Facebook und co. nicht nutzen, tun dies aus Desinteresse oder aus der Tatsache heraus, dass sie es für sich als nicht relevant ansehen. Immerhin etwas über 60 Prozent haben ein grundsätzliches Interesse, Social Media aktiv zu nutzen, gaben jedoch an, keine Zeit zu haben oder zu wenig zu wissen darüber, wie man die Plattformen sinnvoll und effizient einsetzt.

Wenn jemand eine ähnliche aktuelle Umfrage für den deutschen Markt hat, dann verlinken Sie diese doch bitte in den Kommentaren. Die stellen wir dann auch gerne hier vor.

2 comments

Leave a Reply