Watson-Workshop mit Netzwerk-Effekten via Facebook Live #ZP17 #StudioZ

Mit meinem Kollegen Hannes Schleeh habe ich vor Jahren mal in einer Bloggercamp.tv-Sendung etwas genauer in den Maschinenraum des Livetreaming-Dienstes Hangout on Air geblickt und dabei festgestellt, dass alle wichtigen Funktionen zur Verfügung stehen, um über die Google-Anwendung auch lebendige Webinare zu organisieren. Über spezielle Software kann man Folien, Filme und Grafiken einspielen, Reaktionen der Zuschauer fängt man über die Frage-Antwort-Funktion von Google Plus ein (mittlerweile ist es die schlecht gemachte Chatfunktion neben dem Webplayer), über die interne Chat-Funktion kann man Regie führen, weitere Interaktionen sind über Twitter möglich, das Webinar liegt sofort als Youtube-Video zum Teilen im Social Web vor, über den Google Plus-Account konnte man gezielt mögliche Interessanten einladen, über den iframe-Code lässt sich das Webinar überall einbetten und, und. Das Ganze läuft vernetzt und offen ab.

Was mit Hangout funktioniert, ist mittlerweile auch mit Facebook Live möglich. Und zwar über die Software Ecamm Live. Der Bildschirm lässt sich für Präsentationen teilen mit einer Bild-in-Bild-Funktion, es gibt Text- und Bild-Overlays, Videos sind als Einspieler möglich und während des Webinars können Reaktionen über die Facebook-Kommentarfunkion direkt auf dem Laptop verfolgt werden. Weitere Vorteile: Über Ecamm Live kann man entscheiden, wo der Livestream gesendet werden soll: Über das eigene Facebook Profil, über eine Seite oder auch Gruppe. Wer mit Webinaren Geld verdienen möchte, könnte eine geschlossene Facebook-Gruppe wählen und den Zugang über die Zahlung einer Seminar-Gebühr regeln. Event-Vorplanung geht auch – bei Facebook sind es zur Zeit sieben Tage, um die Liveübertragung vorher anzulegen mit speziellem Link und Einbettungscode.

Ecamm Live kostet übrigens schlappe 29 Dollar – nicht als Abo, sondern einmalig 🙂
Auf der Fachmesse Zukunft Personal haben wir das im StudioZ ohne Generalprobe, Briefing und sonstige Vorbereitungen aus dem Stegreif ausprobiert. Das komplette Programm des Watson Workshops, der in der Blogger Lounge in Halle 2.1 präsentiert wurde und einen Vortrag beim HR-Roundtable.

Die örtlichen Voraussetzungen im StudioZ waren zwar limitiert, aber dennoch ist etwas vernünftiges dabei rausgesprungen. Vorteil: Kommunikation, die sich nicht nur an Anwesende richtet.

Der Watson-Workshop (da hatte ich in den ersten Minuten vergessen, das Mikrofon auf das Audio-Interface umzustellen):

Und der HR-Roudtable-Vortrag:

Beim nächsten Versuch bringe ich Headsets mit, dann ist das für die Referenten komfortabler als Richtmikrofone, die man in der Hand halten muss. Aber das war ja spontan und ungeplant.

Vergleicht das mal mit klassischen Webinaren in geschlossenen Anwendungen, wo man teure Lizenzen abdrücken muss.

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