Wenn Ihr über Alexa & Co im Unternehmenseinsatz schreibt, denkt an die Daten!!!!

Aus meiner persönlichen Sicht schwer zu ertragen, dieser Beitrag auf Computerwoche zum Thema Sprache als Interaktionsmedium: Voice Interfaces & AI bestimmen die 4. Generation mobiler Geschäftsprozesse. Wie kann man beispielsweise diesen Absatz schreiben, ohne das Thema Security zu adressieren. Wo beziehungsweise bei wem landen die unternehmensinternen „Low hanging“ Informationen, wenn man einfach mal Tools à la Alexa unternehmensintern einsetzt?

Unternehmensintern: Die “Low hanging Fruit” für Sprachsysteme à la Alexa ist das klassische Frage-Antwort-Spiel. Integriert man Alexa in einer lokalen, sicheren Umgebung und versorgt sie mit den relevanten Daten, könnten so beispielsweise Informationen zu Finanzkennzahlen oder Antworten auf Fragen in einzelnen Projekten gegeben werden. Etwas tiefer integriert, könnten beispielsweise auch Echtzeit-Daten aus der Produktion direkt abgefragt werden. Anspruchsvoll wird es vor allem dann, wenn Alexa & Co. die Produktionssteuerung übernehmen und möglicherweise selbst einfache Entscheidungen dafür treffen können bzw. wenigstens die Befehle der Mitarbeiter ausführen. Damit bleibt mehr Zeit für die Wartung und Optimierung der Maschinen und Produktionsketten durch die Mitarbeiter.

via Sprache als Interaktionsmedium: Voice Interfaces & AI bestimmen die 4. Generation mobiler Geschäftsprozesse – computerwoche.de

Und das, was unternehmensintern gilt, gilt für jeden anderen professionellen Einsatz. Daten über Kunden und unternehmensinterne Informationen oder Geheimnisse müssen Eigentum des jeweiligen Unternehmens bleiben. Daten über Kunden müssen – schon mal was von GDPR bzw. EU-DSGVO gehört? – auf Wunsch der Kunden löschbar sein. Sofort.

Systeme der künstlichen Intelligenz und Sprachsteuerung sind „geile“ Technologien, aber im Unternehmenseinsatz gehen sie gar nicht, wenn nicht das Thema Datenschutz nicht eindeutig geklärt ist.

Immerhin kommt noch dieser Absatz:

Außerdem ist auch das Thema Security und Datenschutz noch ein Problem. Um regulatorisch sauber zu sein, ist die Weitergabe sensibler Daten an Dritte, wie bspw. die Anbieter der Conversational Interfaces ein “No Go”.

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Aber bitte so etwas nicht irgendwo versteckt im Artikel mal nebenbei am Artikelende anmerken. Das Thema künstliche Intelligenz und Datenschutz im Unternehmenseinsatz ist zentral, wenn man über den Einsatz von Alexa und Co im Unternehmenskontext nachdenkt. Dieses Thema gehört zentral in die Diskussion an den Anfang eines Beitrags. Systeme und Anbieter, die das Thema Data Privacy nicht adressieren können, sind ein „No Go“. Und das muss klar und deutlich gesagt und geschrieben werden!

(Persönlicher Kommentar und Meinung von Stefan Pfeiffer)

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