Digital Workplace: Wie mit dem Zoo an Collaboration Apps umgehen?

Der Markt für Enterprise Collaboration wurde in den vergangenen zwei Jahren durch Anbieter wie Slack aufgemischt und erfährt durch künstliche Intelligenz, Analytics, Video – und Sprachkommunikation, der Notwendigkeit, Informationen und Aufgaben aus allen Anwendungen in einem Aktivitätenstrom zu konsolidieren, und dem Internet of Things weitere Bewegung. Dion Hinchcliffe hat diese technologischen Entwicklungen und Änderungen in seiner Grafik sehr schön illustriert:

theenterprisecollaborationsocialnetworkchatshiftlandscapeof2017

In seinem Beitrag auf ZDNet beschreibt er vier Strategien, wie man den Herausforderungen als IT begegnen kann:

  • Eine duale Strategie mit vorgegebenen unternehmensweiten und teambasierten Werkzeugen,
  • Einen inklusiven Ansatz, in dem man mit den Fachabteilungen zusammen den Toolkit „zusammen baut“ und Fachabteilungen die Lösungen erlaubt, mit denen diese ihr Problem lösen wollen. Risiko: Es kann ein Zoo an Lösungen heraus kommen.
  • Einen Ansatz, in dem der CIO aktiv seine Lösungen promotet und vermarktet, aber akzeptiert, wenn die Fachabteilung sich für eine andere Lösung entscheidet.
  • Eine vorgegebene Umgebung plus eine Bring-Your-Own-App (BYOA) -Strategie, bei denen Anwender ihre Apps mitbringen dürfen, solange diese gewissen vordefinierten Bedingungen (typischerweise sicherheits- und datesicherungsbezogen) entsprechen.

Keine dieser Ansätze ist, so Dion Hinchcliffe, perfekt, aber sie seien zumindest eine Hilfe, die immer komplexere Welt an Tools und Apps anzugehen. Im Endeffekt müsse man ständig an dem Thema Digital Workplace arbeiten:

… , it’s also one of the most challenging times to be in charge of collaboration services or the digital workplace. Sober practitioners understand that there’s simply no one magic bullet or approach today to deal with collaborative proliferation other than the hard day-to-day detective work required to a) reduce fragmentation in apps, channels, search/discovery, and engagement, b) be inclusive of additional solutions when it’s truly in the best interest of the business, and c) making sure the whole portfolio is genuinely leading to increased organizational value.

via Digital workplace update: Why enterprise collaboration is exciting again | ZDNet.

Meine 2 Cents: Ich bin ein Verfechter moderner Werkzeuge zur Zusammenarbeit und nutze diese konsequent in der internen und externen Kollaboration. Man darf aber bei allen diesen Diskussionen eines nicht vergessen: Noch immer regiert E-Mail Kommunikation und Zusammenarbeit in und zwischen Unternehmen, so sehr man dies bedauert und so sehr es für viele Szenarien wesentlich bessere Werkzeuge und Methoden gibt. Was nutzen die besten Werkzeuge, wenn ein großer Teil der Mitarbeiter und viele Manager weiterhin Zusammenarbeit, „offene Kommunikation“ und „transparentes“ Teilen von Wissen via E-Mail Silos und Posteingangskörben praktizieren. Parallel zur Diskussion um die neue Collaboration Apps müssen wir also weiter das harte Brett der Substitution von E-Mail bohren, Umdrehung nach Umdrehung.

(Stefan Pfeiffer)

Photo credit: Sarah M Stewart via Visual hunt / CC BY

Kommentar verfassen