Digital Workplace: Adaption oder die Anpassung des Organismus an die Umwelt

Toller Beitrag von Thiemo Laubach zum Dunstkreis Digital Workplace. Wie wird der Arbeitsplatz der Zukunft nur zu oft eingeführt? Ein Tool wird über den Zaun geworfen und die Anwender sollen mal machen. Machen sie dann aber nicht. Machen sie nicht, weil ihnen niemand das Tool erklärt.

Was ist der wohl größte Haken an dem Wortpaar „Digitaler Arbeitsplatz“? Richtig, der Mensch vor dem Rechner. Der ist nämlich nach wie vor noch ziemlich analog. …

… Jeder weiß inzwischen: Wir sollten den Mitarbeitern nicht einfach einen bunten Blumenstrauß an Funktionen hinwerfen und Ihnen damit viel Spaß wünschen. …

via „Sie verkaufen mir ja gar nichts, Sie beraten mich doch schon“ – Denkhandwerker

Machen sie nicht, weil das neue Programm zu kompliziert zu bedienen ist. Ok, es gibt manchmal auch Schulungen, wie Thiemo Laubach schreibt. Vor allem aber: Machen sie nicht, weil sie den Sinn nicht einsehen. Schließlich hat man ja E-Mail. Und das benutzen alle. Und richtig, es geht primär nicht um Werkzeuge.

Aber eben NICHT in Kontexten, in denen wir die ArbeitsWEISEN (nicht die ArbeitsWERKZEUGE) der Mitarbeiter ändern, zumindest wenn das volle Potenzial ausgeschöpft werden soll. Und das geht in der Regel auch damit einher, dass wir an Themen wie Unternehmenskultur, Teamkultur, die generelle Geisteshaltung (=Mindset) uvm. ran müssen. Was nützt mir z.B. das Beste, schönste, größte, teuerste, günstigste etc. Tool zur Zusammenarbeit im Projekt, wenn die Projektteams gar nicht zusammenarbeiten WOLLEN? Wenig bis nichts. …

via „Sie verkaufen mir ja gar nichts, Sie beraten mich doch schon“ – Denkhandwerker

Es geht um die Veränderung des berühmten „Mindsets“, der Arbeits- und Verhaltensweisen, um Adaption, oder wie es in der Biologie heisst, die Anpassung des Organismus an die Umwelt. Und die Umwelt ist hier das Unternehmen mit seinem digitalen Arbeitsplatz.

Mir ist es dabei  „wurscht“, ob ein Berater oder ein Verkäufer sich bemüht, die Arbeits- und Verhaltensweisen am digitalen Arbeitsplatz zu verändern. Hauptsache das Problem ist erkannt und man hat die Notwendigkeit erkannt, dieses dicke Brett zu bohren.

Denn darum geht es bei der Adaption von neuen Arbeitsweisen in erster Linie. Die müssen gut verkauft werden. Ständig. Bleibt die spannende Frage nach dem „wie“. Fakt ist, Change und Adaption im Kontext der Einführung eines „Digitalen Arbeitsplatzes“ ist ein kontinuierlicher interner Vertriebsprozess, der im Schulterschluss von mehreren Abteilungen intern erfolgen muss. IT, Personalwesen und Marketing ist dabei eine gängige Kombination. Der Haken bleibt aber, dass es nicht DAS Rezept gibt.

via „Sie verkaufen mir ja gar nichts, Sie beraten mich doch schon“ – Denkhandwerker

(Stefan Pfeiffer)

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