Bitkom fordert: Vier Milliarden für die Forschung zu Künstlicher Intelligenz

Die Wahl 2017  ist auch Digitalwahl. Digitale Kompetenz in den Klassenzimmern, Unterstützung der Digitalwirtschaft und eine neue Vorreiterrolle bei digitalen Technologien: Am 24. September werden die Wähler auch über diese Themen entscheiden. Bei vielen Politikern steht die Digitalisierung inzwischen weit oben auf der Agenda, und selbst die früher oft nicht mit positiver Aufmerksamkeit verwöhnte Gaming-Branche (Stichwort „Killerspiele“) konnte sich auf der Gamescom über unerwarteten Zuspruch aus der Politik freuen. Doch da geht noch mehr:

Der Digitalverband Bitkom, die das Thema Digitalwahl auf ihrer Agenda haben, fordert vier Milliarden Euro für die Forschung zur Künstlichen Intelligenz. Dazu führt Bitkom in einer Presseinformation ihre Position näher aus:

Künstliche Intelligenz ist eine Schlüsseltechnologie, die sich maßgeblich auf die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wirtschaft, die öffentliche Hand und das tägliche Leben auswirken wird. Vor diesem Hintergrund fordert der Digitalverband Bitkom eine Strategie zu Entwicklung und Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf Bundesebene. Ziel sollte aus Bitkom-Sicht sein, Deutschland nicht nur bei der KI-Forschung weiterhin international wettbewerbsfähig zu halten, sondern die Überführung der Forschungsergebnisse in marktgängige Produkte zu fördern.

Dem kann man nur zustimmen. Auch wenn es immer mehr Forschungsprojekte etwa vom Fraunhofer-Institut zum Thema KI gibt, und auch von Unternehmensseite hier viel vorangetrieben wird, beispielsweise im IBM IoT- Zentrale in München, sind weitere Investitionen nötig, damit Deutschland weiterhin mit anderen Ländern mithalten kann.

Auch wenn  Bitkom hervorhebt, dass Deutschlands KI-Forschung international wettbewerbsfähig ist und einen hervorragenden Ruf genießt, muss die konkrete Anwendung von KI in der Wirtschaft eine noch größere Dynamik entwickeln, um mit den USA oder Asien mithalten zu können. Auch braucht es laut Bitkom einen offenen gesellschaftlichen Diskurs:

In der Diskussion um den KI-Einsatz muss vermieden werden, einseitig nur die Chancen oder nur die Risiken zu sehen. Wir müssen in einen gesellschaftlichen Diskurs eintreten, um die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Konsequenzen intelligenter Systeme zu analysieren und einen flexiblen Rechtsrahmen für KI zu schaffen.

Zum Thema KI hat Bitkom ein Positionspapier entwickelt. Auch der CIOKurator beschäftigt sich regemäßig mit dem Thema, aktuell etwa mit einem neuen KI-Forschungszentrum in Cambridge oder mit dem Thema Big Data und KI.

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