Lassen Sie uns über das Wetter reden.

Das Wetter ist nicht nur beliebtes Thema für Smalltalk-Gespräche, sondern hat auch einen großen Einfluss auf das Einkaufsverhalten von uns allen. Dass Menschen bei Sonnenschein und Wärme eher bereit sind, höhere Preise für bestimmte Produkte zu akzeptieren, wie einige Studien herausgefunden haben, leuchtet ein. Dass zum Beispiel Bäcker ihr Sortiment nach dem Wetter ausrichten können, weil viele Menschen bei Regen lieber Süßes und bei Sonne lieber Herzhaftes essen, ist vielleicht weniger bekannt.

Bei passender und richtig eingesetzter Technologie können Unternehmen schon Vieles tun, um ihren Absatz anzukurbeln und gleichzeitig die – oftmals unbewussten – Bedürfnisse der Kunden zu bedienen. So schreibt das Blog IT-Rebellen zum Beispiel von einer Kooperation zwischen SAP und IBM, die diese beiden Dinge zusammenbringen wollen, die nicht immer zusammenfinden: Die Wünsche der Kunden und die Interessen der Unternehmen nach mehr Umsatz:

So wäre es zum Beispiel für die Verkaufsleitung eines Getränkeherstellers in New York möglich, während des New-York-Marathons den Absatz in einer der Filialen an der Laufstrecke vorherzusagen. Mit der Lösung könnte sie Informationen über den Verkehrsfluss an verschiedenen Stellen der Strecke nutzen und feststellen, wie sich die Wettervorhersage auf die Nachfrage auswirkt – und somit genauer Nachfragespitzen auf Filialebene voraussagen. Mit Hilfe dieser Informationen lassen sich dann Aufgaben und Bestellvorschläge für den Vertriebsaußendienst entwickeln. Der dann wiederum mit den einzelnen Filialleitern klären kann, wie entsprechende Produktanpassungen den maximalen Absatz für beide Parteien ermöglichen.

Dafür braucht es kognitive Lösungen und eine flexible Cloud-Infrastruktur. Dies soll eine neue Partnerlösung der beiden Unternehmen SAP und IBM ermöglichen. Um solche Angebote wie die oben zitierten umzusetzen, ist es vor allem nötig, sehr lokale Informationen wie Wetterdaten vor Ort verfügbar zu machen. Die Lösung IBM Metro Pulse liefert diese wohl auch dank der Übernahme des Unternehmens The Weather Channel vor zwei Jahren.

Die Einsatzmöglichkeiten solcher lokalen Informationen sind vielfältig:

  • Banken können die Verfügbarkeit und Auslastung ihrer Geldautomaten dank lokaler Informationen steuern.
  • Versicherungen können ihren Kunden Benachrichtigungen schicken, etwa bei drohendem Unwetter, um Schäden zu vermeiden.
  • Telekommunikationsanbieter können schnell auf Störungen und höhere Auslastungen reagieren.

Klingt teilweise fast zu schön, um wahr zu sein…

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