Apple: Man muss nicht Erster in Produktinnovation sein, man muss es nur richtig machen #CIOamSonntag

Dienstag ist mal wieder Apple-Ankündigungstag. Der Hype ist erneut erstaunlich. Das neue iPhone soll keinen Home Button mehr haben, per Gesten gesteuert werden können, Gesichtserkennung nutzen, die Blenden verkleinern, quasi nur Bildschirm sein. Und wieder einmal zeigt sich eine typisches Apple-Vorgehensweise: Man ist eigentlich nie der erste in der Produktinnovation, aber man macht es richtig, konsumier- und benutzbar. Der iPod war nicht der erste Music Player. Das iPhone war nicht das erste Smartphone und es gab, so ein Bericht auf ZDnet, Tablets bevor das iPad raus kam.

 nimmt dann Bezug auf die Diskussion rund um künstliche Intelligenz und Apple. Er vergleicht die Situation mit Cloud Computing: Apple habe Cloud Computing nicht erfinden müssen, es nur nutzen können. Es gebe keinen Grund, warum Apple nicht KI-Technologie anderer Anbieter nutzen und sich (erneut) durch einfachere Bedienung und Anwendungen im Wettbewerb differenzieren könnte.

Meine 2 Cents: Klingt durchaus logisch. Nur sind viele der prominenten KI-Anbieter auch Wettbewerber von Apple, die dann abwägen müssten, ob und wie sehr sie mit Apple „partnern“ wollen. Und ich glaube der Autor übersieht einen wichtigen Markt, auf den Apple in seinem Portfolio eigentlich nicht verzichten kann: Amazon Echo in Kombination mit Alexa rollt den Markt für intelligente Devices für den Heimeinsatz (und nicht nur den) auf.

Wie dieser Bericht auf TechRepublic sehr eindringlich beschreibt, geht Alexa zudem deutlich über den Einsatz in heimischen Wänden hinaus. Partnerschaften mit verschiedenen Automobilherstellern sind das dort zitierte Beispiel. Und die Entwicklergemeinschaft scheint auf Alexa aufzuspringen. 

Kann und will Apple mit dem HomePod und Siri diesen Vorsprung aufholen? Das erscheint mir derzeit durchaus schwierig, vielleicht sogar unmöglich. Und ich habe den Eindruck, dass Apple hier Boden verliert oder bewusst preis gibt, den das Unternehmen auch aufgrund seines jetzigen Portfolios besser nicht aufgeben sollte. Was meint Ihr?

(Und was mache ich daheim? Doch auf den Home Pod trotz des schauerlichen Namens setzen?)

Ich füge hier dieses Zitat vom iPhone-Ticker hinzu. Der nimmt auf die Strategie von Apple rund um Siri, kürzliche Personalwechsel in der Entwicklungsverantwortung und Verbesserungen, die Siri menschlicher klingen lassen soll, Bezug, gibt aber folgende Einschätzung zum Status Quo ab:

Worauf Apple uns einstimmen möchte es klar: Siri hat, verglichen mit Alexa, deutlich weniger Drittentwickler-Unterstützung und ist liegt intellektuell Meilen hinter Googles Assistent zurück. Aber: Apples Entwickler sind sich den Einschränkungen bewusst und arbeiten dran.

via Apple: Siri versteht 95% und wird besser, versprochen! › iphone-ticker.de

Und natürlich darf dieses Werbevideo nicht fehlen:

(Stefan Pfeiffer)

 

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