#ShoppingAvatar Wie reduziert man Retouren im Online-Handel?

Intelligente Assistenten werden die Shopping-Welt verändern. Das schrieb ich vor einigen Jahren zu einer Veranstaltung von IBM in St. Gallen:

„Dabei wird die symbiotische Verknüpfung einer neuen Technologie und einer neuen Generation von Mobilgeräten den Einkaufserfahrungen im Einzelhandel dramatische Impulse verleihen. So werden Ankleideräume bald mit digitalen Shopping-Assistenten ausgestattet sein – Touchscreens und sprachgesteuerte Kioske werden Kunden zudem die Möglichkeit eröffnen, Bekleidungsstücke und Accessoires auszuwählen als Ergänzung oder Ersatz für die bereits zusammen gestellte Garderobe“, führt IBM aus.

Die letzte Meile im Einzelhandel werde in Zukunft völlig anders aussehen.

„Das klassische Ladengeschäft muss nicht mehr Teil des Distributionsnetzes sein. Als Konsument möchte ich nur die allernötigsten Artikel an Ort und Stelle mitnehmen. Was darüber hinausgeht, soll mir nach Hause gebracht werden. Statt weit zu fahren, damit ich zu einem großen Sortiment komme, werde ich zu einem Showroom gehen, wo man mir das ganze Sortiment zeigt – echt oder virtuell“, sagte damals Moshe Rappoport, IBM-Experte für Technologie- und Innovationstrends.

Es müssten nicht mehr alle Artikel im Laden vorrätig sein. Es reiche vollkommen aus, alles zeigen zu können. Nicht mehr das Produkte steht im Vordergrund, sondern der Service.

„Nehmen wir Kleider als Beispiel. Ich muss nicht alle Größen in allen Farben haben. Das kann ich in einem elektronischen Dressing-Room in allen Varianten ausprobieren und meine Kaufentscheidung treffen. Komme ich nach meiner Shopping-Tour wieder ins eigene Heim, wartet das Paket schon auf mich und ich kann die Kleidung anziehen“, so der Ausblick von Rappoport.

Der stationäre Einzelhandel hat diese Vision bislang nicht so ganz umgesetzt, um es vornehm auszudrücken. Oder kennt jemand Beispiele im klassischen Einzelhandel, die in diese Richtung gehen?

Aber wäre nicht eine personale digitale Abbildung mit all meinen biometrischen Daten (Haarfarbe, Gewicht, Körpergröße, Schuhgröße etc.) – so eine Art Shopping-Avatar – eine gute Möglichkeit, zielgenauer Klamotten zu bestellen und die Quote der Retouren im Online-Handel dramatisch zu reduzieren?

In richtige Umkleidekabinen gehe ich schon lange nicht mehr, davon mal abgesehen. Das hasse ich wie die Pest.

Welche Ideen habt Ihr, um die Retouren-Problematik in den Griff zu bekommen? Was haltet Ihr von dem Shopping-Avatar?

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