Microsoft Windows 10: Keine Installation auf Festplatte mehr ohne Zustimmung von Nutzern

Berichte nicht nur auf ZDNet und die Nachricht hat es auch in die USA gemacht:

Nach einer Abmahnung durch die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg im Dezember 2015, hat Microsoft nun eingelenkt. Damit verpflichtet sich der Konzern, künftig keine Installationsdateien für neue Betriebssysteme mehr ohne Zustimmung auf die Festplatte von Windows-Nutzern aufzuspielen. …

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg hatte im Dezember 2015 Microsoft abgemahnt, weil es die Installationsdateien für sein jüngstes Betriebssystem Windows 10 ohne Zustimmung der Nutzer herunterlädt. Das bis zu 6 GByte große Paket findet so auch den Weg auf die Festplatte von Anwendern von Windows 7 oder 8/8.1, die gar kein Interesse an dem kostenlosen Upgrade haben.

via Zwangsdownload: Microsoft unterzeichnet Unterlassungserklärung

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kommentiert in ihrer Presseerklärung, dass sich Microsoft  mit der Abgabe einer Unterlassungserklärung viel Zeit gelassen und damit eine schnelle gerichtliche Klärung unnötig verhindert habe. Nach prozessualen Winkelzügen von Microsoft, habe der Konzern nun überraschend eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben. Cornelia Tausch, Vorstand der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg kommentiert:

„Wir hätten uns ein früheres Einlenken gewünscht, dennoch ist die Abgabe ein Erfolg für mehr Verbraucherrechte in der digitalen Welt“

„Wir gehen davon aus, dass Microsoft und andere Softwarehersteller in Zukunft genauer darauf achten werden, welches Vorgehen zulässig ist und welches nicht. Das ungefragte Aufspielen von Installationsdateien von mehreren Gigabyte gehört sicher nicht dazu“.

via Windows-Update: Microsoft gibt Unterlassungserklärung ab – Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

(Stefan Pfeiffer)

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