Am Thema künstliche Intelligenz (KI) generell und insbesondere in Deutschland scheiden sich die Geister. Sopra Steria Consulting hat eine Befragung durchgeführt, in denen der Einsatz, Einfluss und Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf die Unternehmenswelt untersucht wird:

Fast jedes zweite der teilnehmenden Unternehmen nutzt demnach bereits heute intelligente Technologien, weitere 40 Prozent planen ihren künftigen Einsatz. Das Haupteinsatzgebiet künstlicher Intelligenz liegt derzeit noch in der robotergesteuerten Prozessautomatisierung (Robotic Process Automation, RPA), d.h. in der Automatisierung von softwaregestützten Benutzeraktivitäten, etwa im Kundenservice und in der Buchhaltung.  Etwa ein Drittel der befragten Unternehmen (31 Prozent) setzen RPA mit der Unterstützung intelligenter Technologien ein. Das größte Potenzial für ihre Unternehmensentwicklung sehen die Entscheider allerdings in Automatisierungstechnologien (49 Prozent) sowie bei digitalen Assistenten (43 Prozent) wie Siri, Cortana oder Alexa. Zwar trägt KI schon heute dazu bei, Prozesse zu beschleunigen, deren Einfluss auf die Unternehmensstrategie ist aber noch gering. Dieser soll laut 70 Prozent der Befragten bis 2025 deutlich zunehmen.

via Deutsche Industrie setzt auf künstliche Intelligenz – Digitales Wirtschaftswunder.de

Losgelöst davon, dass wieder einmal relativ unreflektiert digitale Assistenten für Unternehmen mit Siri, Alexa und Co. gleichgesetzt werden: Diese Aussagen stehen in deutlichem Widerspruch zu dem „Monitoring Report Wirtschaft Digital 2017“ der Kantar TNS und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Laut Studie zum Reifegrad der Digitalisierung werden Smart Services am häufigsten genutzt, Künstliche Intelligenz (KI) am wenigsten. Nur 2 Prozenz gaben an, sie nutzen KI, 3 Prozent planen den Einsatz. Ganze 79 Prozent halten demzufolge KI für nicht relevant. Passt nicht so wirklich mit der Studie von Sopra Steria Consulting zusammen?!

Foto: Kantar TNS/ZEW

(Stefan Pfeiffer)

Posted by Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

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