Posted by gsohn

Diplom-Volkswirt, Wirtschaftsblogger, Livestreamer, Moderator, Kolumnist und Wanderer zwischen den Welten.

5 Comments

  1. Stefan Pfeiffer 09/08/2017 at 08:31

    Tja, das alte Thema Qualitätsjournalismus (wie man früher mal gesagt hat). Als jemand, der mal Fachjournalismus studiert hat, stelle ich da die Lauscher auf. In der IT-Branche haben wir sicher über die vergangenen Jahre einen herben Verlust vor allem an Printpublikationen vermelden müssen. Nur die „Großen“ der Branche, IDG mit CIO und Computerwoche und heise mit ct und ix, haben „wahrnehmbar“ überlebt. Wenn ich allerdings gerade die IDG Newsletter lese, steigt mir ab und an angesichts der platten Wiederveröffentlichung von Bezahlinhalten gerade von Microsoft der Blutdruck. In vielen der anderen Medien ist es wohl wirklich nur noch das „Durchschubsen“ von Nachrichten und oft das Veröffentlichen von Advertorials, von bezahlten Informationen. Das gilt sicher in besonderem Maße für viele noch fachlich aufgestelltere Medien in der IT-Branche.
    Und natürlich frage ich mich, was hier auf CIOKurator tun? Wir sind sicher parteiisch und wir wollen es auch sein. Wir sind nicht nur parteiisch wegen meines Arbeitgebers, durch den insbesondere ich natürlich geprägt bin. Wir sind auch parteiisch, weil wir Meinung vertreten – und das ist sicher nicht nur Hersteller-Meinung. Dafür stehen insbesondere Autoren wie Gunnar oder Axel und auch ich habe das Selbstverständnis jenseits von IBM – mit denen ich in einigen Punkten nicht einig war und bin, man nehme nur die Home Office-Diskussion – meine hoffentlich fundierte Meinung zu vertreten.
    Nochmals unser „Mission Statement“: Wir wollen für den CIO, den IT-Entscheider und auch die berühmten „Influencer“ (hoffentlich) relevante Informationen und Nachrichten kuratieren, also selektieren und auch bewusst einordnen und kommentieren. Relevante Informationen und Meinung sollen die Eckpfeiler des CIOKurators sein. Und das soll auch dem Qualitätsanspruch geschehen, das mal gelernten journalistische „Handwerkszeug“ (sorgfältige Recherche etc.) hier umzusetzen.

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    1. Jeder Verleger legt ja eine Linie fest. Parteiisch kann ein Medium sein. Es muss nur interessant gestaltet sein. Viele Fachmedien taugen nur noch für den Altpapier-Container – sie sind erschreckend langweilig. Auf CIO-Kurator macht man es doch jetzt schon anders mit dem Open Space-Prinzip, mit Live-Talks auf Facebook und Youtube – offene Diskurse und Disputationen. Das ist das Salz in der medialen Suppe. Siehe auch die Diskussion auf Facebook.

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  2. Stefan Pfeiffer 09/08/2017 at 10:07

    Vielleicht noch eine kleine Randbemerkung zum Thema IDG und CIO.DE und Souveränität als Publikation und Redaktion: Wenn ich dort kommentiere und im Kommentar zum CIOKurator verlinke, werden diese Kommentare konsequent nicht veröffentlicht. Angst vor Konkurrenz? Oder werden Sicherheitsbedenken vorgeschoben? Könnte ja ein böser Link sein. Für mich jedoch ein Zeichen mangelhafter Diskussionskultur sowie fehlender journalistischer und redaktioneller Souveränität.

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  3. Wichtig ist, aus Information Wissen zu generieren. D.h. einordnen und bewerten.

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    1. Wie soll das in den Fachmedien, die fast alle unter lauen Werbeeinnahmen leiden, konkret umgesetzt werden?

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