Zufall, Unterschiede, Offenheit und Vielfalt sind die Essenz des Kuratierens #ciokurator #prmagazin

Die Aufgabe des Kuratierens sei es, Verbindungen zu schaffen, dafür zu sorgen, dass verschiedene Elemente miteinander in Berührung kommen, selbst wenn es bisweilen schwierig ist, die Wirkung solcher Gegenüberstellungen exakt nachzuzeichnen, so das Credo von Hans Ulrich Obrist , einer der einflussreichsten Ausstellungsmacher im internationalen Kunst- und Kulturbetrieb.

Er bezeichnet das Kuratieren als eine Form der Kartographie, die neue Wege durch eine Stadt, eine Kultur oder eine Welt eröffnet. Der Dandy, Verleger, Museologe, Politiker und Museumsdirektor Harry Graf Kessler knüpfte Kontakte zwischen Künstlern, Architekten und Schriftstellern, organisierte Salons und bettete Kunst in einen breiteren sozialen und politischen Kontext ein.

„Er entwickelte einen wichtigen Aspekt der Tätigkeit des Kurators – verschiedene Welten miteinander zu vereinen – und praktizierte dies auch in anderen Bereichen“, erläutert Obrist.

Zufall, Unterschiede, Offenheit und Vielfalt sind die Essenz des Kuratierens und nicht die Zementierung einer festen Ordnung. So soll etwa das ciokurator.com-Blogprojekt ein Biotop für unerwartete Kombinationen sein. Alleingültige Weltsichten und autorisiertes PR-Blabla haben dort keinen Platz. Man schafft virtuelle und reale Orte für Gespräche, Debatten, Disputationen und Denkanstöße. Letztlich geht es um den Charme der ungeplanten Resonanz, den Kontrollfreaks in der Unternehmenskommunikation so hassen.

Ausführlich nachzulesen in meiner Netzgedanken-Kolumne für das prmagazin (August-Nummer).

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