„Manager planen zu viel und führen zu wenig aus“, meint nach einem NZZ-Bericht James Whitehurst, Konzernchef der Open-Source-Firma Red Hat.

„Aus seinen früheren Tätigkeiten habe er gewusst, wie man stabile, statische Tätigkeiten rationalisieren könne. Doch genau diese strukturierten Jobs seien die ersten, die automatisiert würden. Was ein erfolgreiches Unternehmen auszeichne, seien Innovation und Kreativität, Eigenschaften, die in traditionellen Strukturen schwer zu entfalten seien. Viele Führungskräften hätten dies wohl erkannt. Doch sie machten den Fehler, zur Lösung des Problems externe Berater ins Unternehmen zu holen. Damit würde nur die strategische Planung optimiert“, so die NZZ.

60 Quartale in Folge sei seine Firma mit einer offenen Kultur gewachsen; im Ende Februar abgeschlossenen Geschäftsjahr erwirtschaftete das Unternehmen, das 10 500 Mitarbeiter hat, einen Umsatz von 2,4 Milliarden Dollar. Er sei sich aber auch bewusst, dass er, wie andere IT-Konzernchefs auch, vier schlechte Quartale in Folge nicht überleben würde.

Die Vision von ETH-Professor Dirk Helbing geht noch weiter: Die zweite Phase der Digitalisierung sei geprägt durch Prinzipien wie Ko-Kreation, Ko-Evolution, kollektive Intelligenz, Selbstorganisation und Selbstregulierung. Es gehe um den Bau einer großen, „echten“ Sharing Economy, an der sich alle mit ihren Ideen, Produkten und Dienstleistungen beteiligen können.

„Datenportabilität und Interoperabilität, Reputation und Reziprozität sind dabei wichtige Funktionsprinzipien. Sie ermöglichen kombinatorische Innovation, also eine Explosion kreativer und ökonomischer Möglichkeiten“, schreibt Helbing in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel.

Welche Organisationsprinzipien würdet Ihr empfehlen für offene und vernetzte Unternehmen?

Posted by gsohn

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One Comment

  1. Hat dies auf Ich sag mal rebloggt und kommentierte:

    Welche Organisationsprinzipien würdet Ihr empfehlen für offene und vernetzte Unternehmen?

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