Das Thema Datenschutz und die neuen Assistenzysysteme wie Alexa & Co habe ich ja des Öfteren adressiert. Jetzt ist dieser interessante Artikel von Patrick Woods erschienen, der das Thema Siri und dessen vergleichsweise schlechteres Abschneiden im Vergleich zu Alexa & Co adressiert.

Im Rennen um die Vorherrschaft im Smart Home, im Auto und bei Assistenzsystemen verliert Apple an Boden gegen Amazon, Google und Co. Ist Apples Datenschutz Fluch und Segen gleichzeitig?

über Künstliche Intelligenz: Bremst zu viel Datenschutz Apple aus? – computerwoche.de

Sicherheit

Apple nutzt wohl anonymisierte Profile, Google und andere Anbieter dagegen nicht. Und oft gibt es eine einfache Erklärung dafür. Google lebt von Werbung, Amazon vom Online Shopping:

Der Unterschied zwischen Apple und Google: Apple lebt von Hardwareverkäufen, Google von Werbung. Für Google ist es essenziell, Verhaltensdaten der Nutzer auszuwerten und Dienste anzubieten, die Nutzer zum einen an die eigenen Angebote binden und zum anderen das „Targeting“ der Anzeigenkunden verbessern. Apples Nutzen cleverer Services liegt vor allem in Nutzerzufriedenheit – und Marktforschung. …

Anstatt ein Nutzerprofil von A-Z und über die Lebenszeit eines Accounts anzulegen, nutzt Apple lieber anonymisierte Profile, die beispielsweise nur an ein Gerät oder eine Funktion gebunden sind. …

Aus Datenschutz-Sicht ist dies toll, im Vergleich zu Unternehmen wie Google oder Amazon, denen es auf ein personalisiertes Nutzerlebnis – und personalisierte Inhalte – ankommt, kann dies rückständig und mangelhaft wirken.

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Die Frage für Apple wird sein:

Geht beides – Datenschutz und intelligente Funktionen?

Wie kann Apple sich aus diesem Dilemma befreien? Ist weniger Privatsphäre die Lösung? Wohl kaum! Der grundsätzliche Ansatz, künstliche Intelligenz, Machine Learning und konkrete Bezüge zu individuellen Nutzern voneinander zu trennen: Chapeau!

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Und die Frage, ob Datenschutz und intelligente Funktionen und Assistenten zusammengehen, reicht natürlich weit über den Anbieter Apple hinaus. Müssen wir intelligente Funktionen und persönlichen Komfort wieder einmal mit unseren Daten bei den bekannten Kraken erkaufen oder eintauschen? Und was heisst das im Unternehmenskontext für meine Unternehmensdaten? Alexa, Google und andere persönliche Assistenten verbieten? Wie verhält es sich eigentlich bei Microsoft und Cortana?

(Stefan Pfeiffer)

Artikel zu diesem Thema:

Erna, reich den Kochlöffel rüber ODER Alexa-Hype bald auch im Büro?

Das Telefon ist tot, lang lebe die virtuelle Assistenz! Ja, aber …

Künstliche Intelligenzen als Butler: Da werden Sie geholfen. Oder?

 

Posted by Stefan Pfeiffer

Stefan Pfeiffer ist seit 2007 bei der IBM in verschiedenen Marketingpositionen tätig. Als gelernter Journalist hat er natürlich eine Leidenschaft für das Schreiben, die er hier im CIO Kurator, aber auch in seinem persönlichen Blog DigitalNaiv auslebt. Seine inhaltliche Leidenschaft im IT-Umfeld gilt dem digitalen Arbeitsplatz, dem Digital Workplace. Auf Twitter ist er als @DigitalNaiv „erreichbar“.

2 Comments

  1. Hat dies auf Ich sag mal rebloggt und kommentierte:

    Was macht Apple in diesem Spiel?

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  2. […] Schlauere Assistenten versus Datenschutz ODER Siri versus Alexa, Google & Co. […]

    Antworten

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