Digitale Großmacht China #Statista #DigitalEconomyCompass

Der Digital Economy Compass 2017 macht auf über 190 Slides vor allem zwei Dinge deutlich:

„China wird voraussichtlich 2018 zum größten digitalen Markt aufsteigen und Unternehmen, die die digitalen Plattformen nicht verstehen, werden untergehen“, schreibt Netzpiloten-Autorin
Marinela Potor.

Und das ist kein Zufall. Politische und wirtschaftliche Entscheider des Westens sollten endlich anfangen, das Denken und die Kultur in China tiefgründig zu verstehen.

„In der westlichen Welt scheint man zu meinen, Hintergrundwissen über die Volksrepublik China sei überflüssig, es genüge, von Fall zu Fall die Tagesereignisse zu verfolgen und mit westlichen Alltagswissen ad hoc zu reagieren“, so die Erfahrung von Professor Harro von Senger.

Vernachlässigt werden die Supraplanungen der KP-China. Die sollte man ernst nehmen, etwa das Programm Internet Plus.

„Von einem Werkplatz der Welt zu einem Pionier und Taktgeber im Bereich der Digitalisierung schreitet das 1,3 Milliardenvolk scheinbar unaufhaltsam voran. Das wird im Westen kaum wahrgenommen. Doch wir müssen uns auf die Transformationen der Volksrepublik zu einer Digital-Großmacht, zu einer Konsumgesellschaft und zu einem zunehmend urbanisierten Land rechtzeitig einstellen. Smart-Phone- Gesellschaft, e- und m-Commerce, Bezahldienste, grüne Energien und zukunftsgerichtete Verkehrs- und Gebäudelösungen. China ist auf dem Weg, unser traditionelles Vorgehen der kontinuierlichen, technologiegetriebenen Weiterentwicklung in punkto Geschwindigkeit und Umsetzungskraft in den Schatten zu stellen“, erläutert von Senger.

Gleiches gilt für die Strategie der Kommunistischen Partei, in der globalen Expansion nicht nur über Joint Venture-Projekte Modernisierungspotenzial aus dem Westen abzuziehen. Man setzt jetzt darauf, Unternehmen im Ausland zu kaufen, um an Technologien und an ausländische Kunden heranzukommen.

„Jede westliche Führungskraft, die sich mit Geschäften in China beschäftigt, sollte die Parteidokumente und die parteiamtlichen Dokumente kennen“, rät von Senger.

Wer kein Chinesisch kann, sollte zumindest die Arbeiten des Sinologen studieren. Lohnt sich.

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